Blood Hunter Band 2 – Kapitel 32

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Anfang Kapitel 32

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Das Dent-Anwesen….

Ally…

Als ich von dem Anwesen herunter fahre, klopft mir mein Herz immer noch bis zum Hals. Raven hat ihre Abmachung eingehalten, was mich aufatmen lässt, doch ist der Kampf noch nicht vorbei. Dieser beginnt erst jetzt.

Schnell lege ich meinen Finger an mein Ohr und fahre mit dem Auto rechts ran, als ich außer Sichtweite bin. Mit meiner anderen Hand greife ich in das Handschuhfach, um eine kleine schwarze Tasche heraus zu holen.

»Tor? Ich hab ihn! «, schreie ich aufgeregt in mein Headset. »Du kannst los legen! «

Seine Antwort kommt schnell. »Verstanden! «

Hastig rolle ich die Tasche auf und hole eine der vielen Spritzen heraus, dazu öffne ich schnell eine kleine Flasche, um sie hineinzustecken. Als ich sie aufgezogen habe öffne ich die Tür des kleinen Wagens und laufe zur Hintertür, auf der sich der bewusstlose L befindet.

»Ich komme so schnell ich kann. Bitte pass auf dich auf, Tor! «, versichere ich ihm erneut, als ich auf den Knopf drücke.

»Wenn ich das überlebe feiern wir eine Party! «, flüstert Tor ironisch.

Sofort versetzt es mir einen Schlag in die Magengegend, als ich daran denke, was Will dazu sagen wird.

Doch daran kann ich jetzt nicht denken, wir müssen Anna und Hannah da raus holen, also ziehe ich mir L so zurecht, dass ich an seinen Arm gelange. Ich finde seine Vene schnell und verabreiche ihm das Mitte, das ihn hoffentlich bald wieder aufwachen lässt.

»Komm schon, komm schon! «, flüstere ich ungeduldig.

5 Stunden zuvor….

Anna…

»Nein… «, flüstere ich erschrocken und kann die Worte, die Auf Allys Uhr immer wieder aufblinken, nicht begreifen. Erschrocken steht sie da, rührt sich nicht und sieht mir mit einem ausdruckslosen Blick in die Augen. Schnell bin ich bei ihr.

»W-wir…wir holen ihn da raus «, versichere ich ihr unbeholfen und reibe ihre Schultern. »Das…das machen wir doch Will, oder? «

Fragend drehe ich mich zu ihm um, doch er ist bereits mit vampirischer Schnelligkeit von mir gewichen und hält erneut ein Glas Scotch in der Hand. Mit einem großen Zug leert er es erneut auf Ex und legt dann seinen Kopf in den Nacken.

Ein paar Sekunden vergehen, in denen keiner etwas sagt, doch dann holt er plötzlich aus und zerschmettert das Glas wütend auf dem Boden, sodass es in tausend Teile zerspringt.

Der Knall lässt Ally und mich zusammen zucken.

»Ich hätte sie töten sollen, als ich die Chance dazu hatte! «, brüllt Will mit voller Inbrunst, sodass seine Adern bereits an seinem Hals hervorstechen und tritt dabei wütend gegen den Glastisch, sodass er gegen die Wand fliegt. Auch dieser zerfällt in alle Einzelteile.

Um die Situation zu entschärfen sehe ich sie wieder an. »Wie konnte sie denn überhaupt… «

»Wie sie an sie ran kam? «, fragt Ally entsetzt.

Ich nicke beklommen.

Nervös reibt sie ihre Finger. »Das kann nur auf dem Weg hier her passiert sein. «

Schnell ist Will wieder bei mir und greift meinen Arm, um mich heran zu ziehen.

»Anna, kann ich dich mal kurz im Schlafzimmer sprechen? «

Sein Ton ist fordernd und gewiss keine Frage, sondern eine Aufforderung, der es nicht zu widersprechen gilt.

Während er mich mit sich zieht, Schenke ich Ally ein entschuldigendes Lächeln, doch lächelt sie nicht zurück.

Als wir im Schlafzimmer angekommen sind schlägt Will schnell die Tür hinter uns zu und greift an meine Schultern.

»Will lass mi… «, presse ich wütend hervor, doch er unterbricht mich.

»Hör mir zu! «, verlangt er. »Du bleibst jetzt bei mir und tust was ich dir sage! «

Sein Energischer Ton lässt mich zusammen fahren. »Was? Wieso? «

»Sie würde alles tun, um L zu retten, also würde sie dich auch gegen deinen Willen eintauschen. Zieh dich jetzt erst einmal an! «

Wie erstarrt sehe ich ihn an, suche in Seinen Augen nach den Antworten, die ich so nicht zu bekommen scheine.

»Anziehen, Anna! «

Trotzig setze ich mich in Bewegung, habe keine Lust mit ihm zu diskutieren und greife schließlich in das große Schrank neben dem Bett. Gegen meiner Erwartung ist das Schrank voller Klamotten. Auch, wenn sie alle schwarz sind und dem üblichen Stil des Hauses entsprechen.

Ich entscheide mich schnell für ein ärmellosen, schwarzes Top und einen karierten Rock, die gut zusammen harmonieren. Unten im Schrank befinden sich noch ein paar Stiefel, die ich ebenfalls schnell über streife.

»Hier ist noch eine Jacke «, sagt er und wirft sie mir herüber.

»Aber wohin fahren wir denn? retten wir sie doch? «, frage ich neugierig.

»Erst mal suchen wir Tor, dann sehen wir, wie wir L und Hannah zurück bekommen. «

Ich nicke erneut, als er sich ebenfalls eine schwarze Hose und einen schwarzen Pullover überstreift.

Als auch er komplett fertig ist, schreiten wir zusammen aus dem Zimmer, doch Ally ist nicht mehr zu sehen.

»Wo ist sie? «

Er zieht mich grob hinter sich her, als ich plötzlich stehen bleibe und meinen Arm los schlage.

»Ich kann alleine laufen, Will. Herr Gott «, zische ich ihn an, bevor er ebenfalls stehen bleibt und mir dann tief in die Augen sieht.

Doch sein Ausdruck wird plötzlich weicher. »Ich weiß «, flüstert er und legt seine Hände auf meine Wangen. »Ich will dich nur nicht verlieren. Bitte verzeih mir! «

»Das ist kein Grund so mit mir umzugehen «, zische ich erneut. Er nervt mich, wenn er mich behandelt, als sei ich ein kleines Kind, dass nicht auf sich selbst aufpassen kann.

Einen kurzen Moment sieht er an mir herab, ehe er mir wieder in die Augen sieht.

»Ich hab dich nicht verdient. «

Als Ally und Tor in dem Moment herein platzen, lässt er mich verärgert los.

»Was ist passiert? «, ruft Tor, während er aufgebracht auf uns zu stürmt.

Er erwartet eine Antwort, doch ist Will wohl nicht bereit sie ihm zu geben, denn er sieht nervös aus dem Fenster.

»Anna? «, flüstert er und versucht ruhig zu bleiben.

Schwer schluckend stehe ich da. Jetzt will er eine Antwort von mir.

»Raven…sie hat Hannah und L «, stottere ich.

»Was? «, schreit er entsetzt und sieht Will wieder an, als könnte er dafür.

»Sieh mich nicht so an, ich hab es auch gerade erst erfahren! « Er nimmt dazu seine Arme in die höhe und winkt ab.

»Und was… «, er dreht sich fragend zu Ally um, »… machen wir jetzt? «

Als auch Will bemerkt, dass Ally mich wütend ansieht, stellt er sich zwischen uns.

»Nein! Denk nicht mal dran, Ally! «

Tor sieht zwischen den beiden hin und her. »Was ist hier los? «

Er begreift schnell.

»Sie wollen Anna «, flüstert er betroffen, »Na klar, was sollten sie sonst wollen. «

Er lässt sich etwas zurück fallen, fährt sich mit den Händen verzweifelt durchs Gesicht.

Ein paar lange Sekunden vergehen, in denen Niemand etwas sagt. Die Erkenntnis ist nicht neu, doch erschlägt sie uns immer wieder aufs Neue.

»Wir holen die beiden zurück! «, flüstere ich plötzlich und trete an Will vorbei.

Ally und Tor drehe sich wieder zu uns um.

»Das werden wir nicht! «, Brummt Will und greift nach meinem Arm. »Du bist das, was sie wollen. Sie wollen nur dich, sie werden den beiden nichts tun das schwöre ich dir, aber bitte gib ihnen nicht, was sie wollen. Dann haben wir den Krieg verloren! Es ist nicht deine Schuld! «

Sein Ton ist flehend, ich kann ihm ansehen, dass er will, dass ich den Mund halte.

»Achja? «, zischt Ally ihn an, »Kannst du das wirklich? Kannst du mir schwören, dass sie den beiden nichts tun? «

»Sie wollen nur Anna «, versucht er ihr erneut zu versichern und stellt sich wieder vor mich.

Tor kommt einen Schritt näher. Seine Mundwinkel umspielt ein gefährliches Lächeln.

»Dann geben wir ihnen eben, was sie wollen. «

Gegenwart…

»Wenn ich das überlebe feiern wir eine Party! «, flüstert Tor ironisch, während er den Knopf an seinem Ohr drückt und kann sich ein kleines Lächeln nicht verkneifen, denn er weiß tatsächlich nicht, ob er das hier überleben wird. Dumm ist es allemal sich in die Villa zu schleichen, doch ist das der Plan und er muss einfach funktionieren.

Langsam und vorsichtig öffnet er also die große Schranktür und lugt in das kleine Zimmer hinein.

Als er sich vergewissert hat, dass keiner anwesend ist, steigt er aus ihm heraus und geht in geduckter Haltung voran zur Zimmertür. Als er sich hinter dieser postiert hat, öffnet er sie einen kleinen Spalt, was er zusehen bekommt, verpasst ihm eine Gänsehaut: Raven steht am vorderen Eingang, hat das übliche Grinsen auf dem Gesicht, sie scheint entspannt. Schwungvoll stolziert sie voran, zieht ihren Mantel aus und drückt sie dem ersten Vampir in die Hand, der ihr entgegen kommt. Dieser nimmt sie ehrfürchtig in die Arme und starrt sie verwirrt an.

»Bringt Anna in den Keller und bereitet sie schon mal vor, ich komme sofort «, befiehlt sie betont arrogant. »Und der Rest von euch…sucht das ganze verdammte Anwesen ab! William Hunt ist mit Sicherheit schon auf dem Weg hier her, wenn er nicht sogar schon da ist und sich hier irgendwo versteckt. Wer ihn findet, bringt ihn mir. Aber lebendig! «

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Ende Kapitel 32

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„Danke“ …

Ist ein großes Wort, doch will ich diese kleine Chance mal nutzen und es tun: danke sagen.

Danke, dass ihr mich immer unterstützt und mir mit Rat und Tat zur Seite steht. Dass ihr euch jedes Kapitel erneut meiner nervigen Frage stellen müsst und zwar, ob es euch gefallen hat.

Danke auch an Jessi, dass du an mich glaubst und mir immer gesagt hast, dass ich mein Talent nutzen soll. Danke ❤

Danke auch an Anni, meine tatsächlich erste begeisterte Leserin, die von Anfang an so begeistert von meiner Geschichte war und immer noch als erstes nach einem neuen Kapitel schreit. Danke ❤

Danke auch an Anna, die mich immer ermutigt weiter zu machen, auch, wenn ich mal an mir selbst zweifele. Danke ❤

Dann ist da noch Nicole, die mir gezeigt hat, dass viele Autoren vieles gemeinsam haben und dass es schön ist, wenn man auch Erfolge teilt. Danke ❤

 Dann sind da natürlich noch meine Leser,

Ich freue mich riiiiiiesig über jeden einzelnen von euch, der meine Sachen unterstützt, dass ihr mit Anna, Will,Tor, Ally und L leidet und auch lacht. Ihr wisst nicht, wie schön das ist. DANKE ❤

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