Blood Hunter Band 2 – Kapitel 29

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L…

Dass Tor mich gebeten hat auf Hannah aufzupassen und dann schließlich mit ihr nachzukommen, war ein guter Schachzug. So kann ich Alex davon überzeugen, dass alles in Ordnung ist und ihn vor meiner Abreise noch los werden.

»Und die anderen sind zur neuen Villa? «, fragt er misstrauisch mit verschrenkenkten Armen.

»Ja das schon, nur gibt es da ein kleines Problem «, gestehe ich so beiläufig wie möglich, während ich meine Sporttasche packe. Schnell renne ich zur Theke zurück, während Hannah noch im Bett liegt und sich weiterhin nicht rührt.

»Und das wäre? «

Für einen kleinen Moment schweige ich, denn ich weiß nicht, wie ich ihm sagen soll, dass Will ihn nicht dabei haben will.

Ich hole die kleinen Fläschen aus dem Kühlschrank heraus. Die, in denen Hannah Annas Blut aufbewahrt hatte, doch sie sind leer. Ich lasse sie vor meinem Augen hin und her schwingen.

»Wieso sind sie leer? «, murmele ich und ignoriere damit Alex Frage.

»Linus! «, ermahnt er mich und macht einen Schritt auf Hannah zu.

Schnell springe ich auf. »Geh lieber nicht so nah an sie ran, ich habe sie noch nicht im Griff. Sie kann jeder Zeit wieder ihren Schrei einsetzen und sei mir nicht böse, ich will noch nicht, dass sie wieder aufwacht. «

Was natürlich gelogen ist, doch das braucht er nicht wissen. Längst habe ich ihr ein Beruhigungsmittel gegeben, denn das letzte was ich gerade brauchen kann ist, dass sie aufwacht und das ganze Haus mit ihrem Schrei zerstört.

Ich beschließe die Fläschchen trotzdem einzupacken und bringe sie zum Bett, um sie in die Tasche zu räumen.

»Würdest du mir bitte meine Frage beantworten? «, bittet er jetzt energisch.

Schnell drehe ich mich zu ihm um und schultere die Tasche. »Ich sage es dir jetzt ganz direkt «, ich stoppe kurz, »Will möchte nicht, dass ich dich mit bringen. Der Ort soll erst einmal geheim gehalten werden und zwei Augen und Ohren mehr, wären nicht gut. Könntest du kurz auf sie aufpassen? Ich suche einen Wagen. «

Als ich an ihm vorbei gehen will, hält er mich auf. »Was läuft hier? «

Von seiner mich umklammernden Hand aus fahre ich mit meinen Augen an ihm hinauf. »Nimm die Hand da weg! «

Für ein paar Sekunden sieht er mir in die Augen, ohne ein Wort zu sagen.

»Er vertraut mir also immer noch nicht? Ich habe Anna doch zurück gebracht. Ich hätte sie auch sterben lassen können «, zischt er betrübt.

Ich schlage seine Hand los. »Du weißt, was dann passiert wäre! «

Von meinen Worten beflügelt lässt er mich los. »Allerdings. Dann wäre Niemand mehr von uns sicher. «

Es dauert nicht lange, da habe ich das passende Auto in einer Seitenstraße gefunden und schließe es kurz. Einen unscheinbaren Ford habe ich mir ausgesucht, der in Schwarz wenig auffällt. Als der Motor endlich läuft, lege ich die Tasche vorsichtig auf den Rücksitz, doch lasse ich das Auto erst einmal hier stehen. Alex wird uns nicht folgen, dafür habe ich schließlich gesorgt, doch aus irgendeinem Grund traue ich dem Kerl trotzdem nicht. Die Unterlagen, die ich in der alten Villa im Keller fand, befinden sich ebenfalls in der Tasche, doch war ich diesmal so schlau, eine Kopie davon auf meinem Tablet zu speichern.

Lange zeit bereits denke ich darüber nach, was die Worte, die auf einem einzelnen Zettel, der nicht mit weiteren Worten bekritzelt war, zu beuteten hat. Was Christopher uns damit sagen wollte.

Ob er uns damit einen Hinweis hinterließ? Wusste er, dass wir diese Unterlagen ines Tages brauchen würden? Ich bin mir sicher.

Christopher Hunt, der seinem Sohn mit Erfolg eingetrichtert hatte, dass man immer einen Plan B hat, wusste, dass wir eines Tages versuchen würden das Rätsel zu lösen. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist hoch. Und ich liebe die Wahrscheinlichkeit.

Ich weiß, ich darf mich jetzt nicht wiederzu sehr in dieses Thema hineindenken, es lässt mich alles andere ausblenden, denn ich brenne darauf zu erfahren, was diese Worte zu bedeuten haben.

Als ich das Haus wieder erreiche, durchfährt mich für einen kleinen Moment ein Schauer, der mich aufschrecken lässt. Schnell drehe ich mich um.

Mein Atem geht flach, irgendwas erscheint mit komisch, doch es ist niemand zu sehen. Nicht einmal die Menschen sind auf den Straßen.

Anna…

Langsam hole ich die kleine Uhr aus der Box. Sie ist nicht größer als ein Dünnes Armband. Lediglich das Display ist ein kleines Viereck, dass sie aussehen lässt, wie ein Fitnessarmband.

Schluchzend ziehe ich sie an. »Das ist…das ist … «

Charles kommt auf mich zu. »Ich habe noch nie erlebt, dass Will sich so für Jemanden einsetzt. «

Meine geschwollenen Augen lassen sich kaum mehr öffnen. »Das alles tut mir so leid. Ich…Ich muss ihn finden! «

»Das würde ich nicht tun! «

»Was? «, zische ich. »Wieso nicht? Ich muss ihn um Verzeihung bitten… ich…ich muss das wieder gerade biegen. Ich habe ihn sehr verletzt. «

»Ich weiß «, versucht er mich zu beruhigen. »Aber ich kenne Will schon etwas länger und du solltest ihn erst mal in Ruhe lassen. Komm, ich zeige dir den Rest. «

Mein Herz ist schwer wie Blei, verhindert, dass ich mich in Bewegung setze. Wie kommt er dazu mir etwas sagen zu wollen? »Wer sind sie überhaupt? «

Er schenkt mir ein verächtliches Schnauben. »Ich bin seine rechte Hand und das solange, wie sein Vater noch nicht wieder aufgetaucht ist. Oder seine Leiche. «

Ich schlucke schwer. »Oder seine Leiche «, wiederhole ich betroffen.

Er nickt. » Also, die Küche kannst du von hier aus ja schon sehen, die brauche ich dir nicht zeigen, dennoch würde ich dir gerne etwas zeigen, was ihm sehr viel bedeutet hat. «

Er reicht mir seine Hand und ich nehme sie an. Erst folge ich ihm die Treppe hinauf, dann führt er mich in das erste Zimmer auf der rechten Seite. Die Tür steht bereits offen, also tritt er ein.

»Das Schlafzimmer. Auch, wenn wir es als solches nicht nutzen, so wollte Will, dass ich es so herrichte. «

Schnell trete ich ein und luge an ihm vorbei.

»Wow.«

Als ich das große Himmelbett sehe, dessen Gestell aus dunkel braunem Holz gemacht wurde, wird mir ganz mulmig. Woher weiß er, dass mir dieser Stil gefällt?

Das Bett ist mit einer weißen Bettdecke bezogen, auf dem viele große und kleine Kissen platziert wurde. Es wirkt urgemütlich, so, dass man sich am liebsten hinein werfen würde.

Direkt daneben befinden sich in dem gleichen Holz jeweils zwei kleine Nachtschränkchen, auf denen jeweils zwei runde Lampen stehen und dem Raum somit indirektes Licht verleihen. Der Raum ist nicht sehr groß, weshalb lediglich direkt gegenüber des Bettes ein riesiger Bildschirm Hängt.

Schnell trete ich an Charles vorbei, als mir auf dem hinteren kleinen Nachtschränkchen etwas auffällt.

»Das ist doch nicht… «, flüstere ich entsetzt und kann es nicht fassen. Ich renne darauf zu und kann abermals meine Tränen nicht unterdrücke.

»Wo hast du die her? «, frage ich schluchzend und zeige auf die Bilder. Die, die ich mir angesehen habe, als ich im Haus meines Vaters war. Die Bilder, die mich an meinen Vergangeheit erinnern. Die, die meinen Vater und mich fröhlich zeigen. Meinem Herzen versetzt es erneut einen Schlag, doch diesmal fühle ich Erleichterung. Grinsend nehme ich das Bild in die Höhe, das meinen Vater und mich im Disney land zeigt. Ich war damals noch so klein.

Mit meinem zeigefinger fahre ich sanft über sein Gesicht. »Dad «, flüstere ich betrübt, doch bin ich glücklich ihn zu sehen. Durch den ganzen Krieg und die vielen anderen schrecklichen Dinge die seit jeher über mich eingebrochen sind, habe ich vergessen wie es ist glücklich zu sein. Ich habe vergessen Ich selbst zu sein.

»Ich habe sie persönlich abgeholt. «

Schnell stelle ich das Bild zurück und schaue mir die restlichen drei an, die aufgereit auf dem Schränkchen stehen. Diese Seite des Bettes sollte wohl meine sein, deshalb stehen sie hier.

»Das ist der Wahnsinn «, flüstere ich überweltigt, »Und das hat er alles für mich gemacht? «

Sofort setzt das schlechte gewissen wieder ein. All das hier, dass er seine Villa nach meinen Vorstellungen umbauen lässt, dass er meine Bilder holen lässt und vor allem, dass er sein Leben mit mir teilen will, wie nur soll ich ihm das jemals danken?

All diese Taten, das scheint ein Versprechen, dass ich nicht erwidert habe.

Schnell wandelt sich meine Aufregung ihn aufrichtiges Leid.

»Darf ich dir was sagen? «, fragt er mit Bedacht und öffnet die weißen Gardinen zur Seite hin, um einen kleinen Balkon zu offenbaren.

Fasiniert und geistesabwesend sehe ich nach vorne, durch die große schiebetür. »Natürlich.«

Er sieht ebenfalls zur Tür hinaus. »Ich habe ihn noch nie in den sechshundert Jahren, wo ich ihn kenne, so erlebt, wie zu dem Zeitpunkt, als er mir im Detail erklärte, wie das Apartment auszusehen hat.«

»So? Was meinst du damit?«

»Es verfolgt dich ein gewisser Ruf, Anna. Doch das erkannte ich erst, als du vor mir standst. «

»Was soll das heißen? «, frage ich vorwurfsvoll.

»Er hat sich sehr verändert «, sagt er lediglich und beendet damit das Gespräch, als er auf seine Uhr sieht. »Ich muss jetzt auch los. Du findest dich ja jetzt zu recht! «

Schnell geht er an mir vorbei. Zu schnell, denn ich habe nicht mehr die Chance, ihm hinterher zu rufen.

»Wo ist Will? Wo ist er? «, rufe ich noch, ehe die vordere Tür zu schlägt.

»Na toll «, jammere ich und fühle mich trotzdem komisch umsorgt.

Als ich mir das Zimmer so ansehe, kann ich nicht anders. Ich renne auf das Bett zu und lasse mich mit voller Wucht in die Kissen hinein fallen. Schnell drehe ich mich um, öffne die Arme, lasse sie neben meinen Kopf fallen und rolle mich in die Decke ein, als mir plötzlich etwas klar wird: Ich bin allein. Ganz allein.

Mein Magen rebelliert plötzlich und ich ziehe die Decke jetzt mit Bedacht näher an mich ran. So, dass sie mich völlig umgibt. Meine Schuhe ziehe ich mir, mit dem Jeweils anderen Fuß aus, ohne meine Arme zu benutzen und rutsche dann höher. Ich schlüpfe unter die Decke und lasse mich in die Kissen einsinken. Meine Tränen zurück zu halten fällt mir schwer, doch ich schaffe es.

Es ist an der Zeit das richtige zu tun. Es wird Zeit zu beweisen, dass Will mir mehr bedeutet, als ich zugebe und zwar, dass er zu dem wichtigsten Vampir in meinem Leben geworden ist und dass ich deshalb um ihn kämpfen werde.

Entschlossen hebe ich beide Arme in die Höhe, als mir meine kleine Uhr wieder einfällt.

Vorsichtig lege ich meinen Zeigefinger auf das Display und ziehe den Arm etwas näher heran, als es plötzlich leuchtet. Es erscheint kein Einführungsdisplay, es wurde augescheinlich bereits eingestellt.

Schnell setze ich mich auf, und lese, was auf dem Display steht.

»Massage? «, frage ich mich selbst und drücke erneut auf das Display. Dort ernscheinen Plötzlich Namen.

»Die Namen des Trupps «, stelle ich aufgeregt fest, doch als ich einen bestimmten Namen lese, kribbelt mein ganzer Körper.

Schnell drücke ich auf seinen Namen, ehe ein Textfeld erscheint.

»Ok dann brauche ich jetzt nur noch Buchstaben. «

Doch halt, wäre es klug ihm jetzt zu schreiben? Ich kann nicht anders, doch finde ich nicht sofort heraus, wo ich die Buchstaben finden kann.

»Was für eine riesen Scheiße! «, brülle ich die Uhr an und werde langsam sauer, als die Uhr plötzlich meinen wütenden Ausbruch wie von Geisterhand aufschreibt.

Auf meiner Uhr erscheint plötzlich folgender Satz: „Was für eine riesen Scheiße“, und blinkt dann schließlich „Senden“.

»Was? «, rufe ich entsetzt, »Nein! Nein! Stopp! Was machst du denn da? «

Auch dieser Satz erscheint plötzlich vor mir auf dem Display und dann wieder das Wort „Senden“.

Panisch reiße ich die Augen auf, schlage mich von der Decke los und falle auf meine Knie, doch ich versuche keinen weiteren Ton mehr von mir zu geben.

Fuck. Was wird Will wohl jetz von mir denken, wenn er diese Nachrichten erhällt?

Aufgeregt ziehe ich sie aus und versuche wie wild auf ihr herumzutippen, doch plötzlich tut sich nichts mehr. Das Display geht nicht mehr an und sie reagiert nicht mehr.

»Was? «, murmele ich verwirrt und würde am liebsten im Erdboden versinken.

Schnell ziehe ich sie wieder über meinen Arm und drücke dann erneut auf dem kleinen Viereck herum, als es schließlich wieder leuchtet.

Erst jetzt wird mir klar, dass sie nur an meinem Arm funktioniert. Ich muss sie anhaben.

»Aha! «, flüstere ich entschlossen.

Doch als plötzlich ein roter Schriftzug auf der Uhr blinkt, werde ich ganz ruhig. Die Uhr zeigt mir seine Nachricht nicht sofort an, ich muss vorher auf das Display klicken, doch traue ich mich das plötzlich nicht mehr. Meinen Finger bereit, ziehe ich ihn jetzt wieder zurück.

Will ich wirklich seine Antwort wissen? Will ich diesen kleinen Moment der Ruhe, naja was davon noch übrig ist, seitdem ich ihm versehentlich diese Nachrichten geschickt habe, zerstören?

Unentschlossen starre ich die Uhr an. Nein, ich bin ihm etwas schuldig, ich habe ihm großes Leid angetan, also drücke ich auf das Display und seine Nachricht leuchtet über der Uhr, als würde man sie in die Luft projizieren, in rot auf.

Das kannst du wohl laut sagen„, lautet seine Antwort.

Kurz räuspere ich mich, ich bin völlig nervös, weil er mir wirklich geantwortet hat, doch dann spreche ich.

Können wir reden?

Seine Antwort kommt schnell.

Das tun wir doch!

Kurz Stocke ich. Er hat vielleicht Recht. So ist es am besten.

Ich liebe dich Will, ich will dich heiraten. Es tut mit Leid!

Mein Herz schlägt vor Aufregung schneller, ich will ihm am liebsten alles auf einmal sagen, doch ich will ihn auch nicht überfahren.

Als nach ein paar unendlich scheinenden Sekunden keine Antwort kommt, starre ich die Uhr ungeduldig an.

Bist du sicher?“ , Seine Antwort versetzt mir einen Schlag, lässt meine Tränen erneut über meine Wangen fließen.

Natürlich. Ich war dumm. Ich habe gesehen was du alles für mich getan hast.

Am liebsten würde ich diese Doofe Uhr umklammern, würde sie anbrüllen, sie soll mir seine Antworten schneller anzeigen, doch ist mir klar, dass Will verletzt ist und lediglich seine Worte sorgsam wählt.

Endlich erscheint eine Antwort: „Lässt du dich etwa kaufen?

Meine Augen verengen sich zu Schlitzen. „Es geht mir um dich.

Und was hat deine Meinung geändert?

Will er jetzt wirklich, dass ich bettele?

Ich sagte es tut mir Leid, was soll ich noch sagen?

Du hast nichts gesagt!„, Erscheint seine Antwort und ich kann mir ganz genau seinen Ton vorstellen.

Ich brauchte Bedenkzeit“ ,Antworte ich zurück.

Als abermals ein paar Sekunden vergehen und er immer noch nicht geantwortet hat, lasse ich mich zurück in die Kissen fallen. Ich greife nach einem der vielen Kissen und lege mir eins auf die Brust, um meinen Arm darauf ab zu stützen.

Meinem Herz versetzt es einen Schlag, seine Antwort erscheint: „Und die ist jetzt um?

Du machst es mir ganz schön schwer.

Das ist keine Antwort, Anna!

Ich weiß, Will aber ich möchte dich heiraten.

Bist du dir ganz sicher?

Was wird deine Mutter dazu sagen?

Seine Antwort kommt schnell. „Ich scheiße auf meine Mutter. Mit dir an meiner Seite, können wir über den Clan regieren, können ihn aus der Dunkelheit holen und wieder aufstreben.

Kurz schlucke ich. So hatte ich das noch gar nicht gesehen. Mit unserer Heirat würde ich auch sehr viel Verantwortung erhalten. Vielleicht zu viel.

Bist du sicher, dass ich das schaffe?

Als die Vordertür plötzlich klickt, setze ich mich auf, ignoriere Wills Antwort und gehe in Kampfhaltung. Mein Herz Pocht dabei so sehr, dass es gegen meine Brust schlägt. Einen Kurzen Blick werfe ich dennoch auf die Uhr, als mich seine Antwort schwindeln lässt.

Lass es uns versuchen.

Als ich meinen Kopf anhebe, steht er plötzlich da, ist völlig durchnässt. Seine nassen Haare kleben an seiner Stirn, seine Klamotten hängen triefend an ihm herunter und er atmet schwer.

»Ich liebe dich Anna aber tue mir das nie wieder an «, haucht er entschlossen und sein Blick fixiert mich. Erst ist er betroffen, dann wandelt er sich in pure Lust.

Sofort springe ich auf, fasse an mein Schirt und schmeisse es zur Seite, während ich in seine Arme springe. Er nimmt mich hastig in Empfang, umklammert mich, während ich meine Beine um ihn schlinge und meine Lippen wild auf seine presse. Er macht einen Schritt zurück, knallt dabei gegen den Türrahmen, doch lässt er mich dabei nicht los. Mit seinen Händen fährt er meinen Rücken hinab, ehe er schließlich meinen Hintern mit seinen großen Pranken fest umschließt. Keuchend schwinge ich meine Arme um seinen Kopf, küsse ihn leidenschaftlich und kann mich jetzt nicht mehr zurück halten. Schnell Trägt er mich aus dem Zimmer, während er meine Küssen erwidert und immer hastiger atmet. Ich kann bereits seine riesige Beule zwischen uns fühlen, was mich noch schärfer werden lässt. Schnell fahre ich an seiner Brust hinab, ziehe seine Schirt nach oben, als er kurz inne hält , um seine Arme, einen nach dem anderen, in die Höhe zu heben. Sein Sirt lasse ich auf den Boden fallen, während er mich die kleine Marmor Treppe hinab trägt und ich an seiner muskolösen Brust mit meiner Hand gierig bis hin zu seiner Erektion entlang fahre. Als ich ihn mit meiner Hand umschließe und für einen kurzen Moment zudrücke, keucht er auf und schließt die Augen.

Mit meiner Zunge fahre ich genüßlich über meine Lippen, als er seine Augen wieder öffnet. Vor der Couch hält er an, will mich ablegen, doch ich lasse ihn los und ziehe ihn zu mir.

»Was? «, keucht er ungeduldig, doch lässt er mich seine Hosen herunter ziehen.

»Ich bin dran «, flüstere ich und ziehe auch seine Boxershort herunter. Die Nassen Klamotten klatschen auf den Boden, doch denen schenke ich keine Beachtung mehr. Ich greife nach seine Hände, was ihm nicht gefällt, denn sein erregter Penis ragt nun vor meinen Augen, doch ich ziehe ihn neben mich auf die Couch. Mit meinen Augen gebe ich ihm zu verstehe sich hinzulegen, was er auch tut. Ungeduldig folgt er mir, als ich mich aufrichte und meinen BH an der Hinterseite löse. Ich kann mir das Grinsen nicht verkneifen, als ich erst langsam meine Hose, und dann meinen Slip herunter ziehe und er mir dabei zu sieht.

»Komm her «, winselt er ungeduldig und ich setze mich langsam in Bewegung.

»Setz dich! «, befehle ich ihm schroff und er tut erneut, was ich sage.

Er lehnt jetzt gegen die Lehne der Couch, weshalb ich mich langsam auf seine Beine setze. Sofort zieht er mich an sich, greift an meinen Nacken, sodass ich nicht mehr von ihm los komme und küsst mich erneut. Ich greife nach seinem Glied, führe ihn langsam und sanft in mich ein und schließe dabei die Augen, während er mich ganz einnimmt. Fast zur selben Zeit, keuchen wir auf und lösen uns voneinander, während ich anfange mein Becken in kleinen Bewegungen vor und zurück zu schieben.

Hannah…

Ich will weg von hier. Will weg von diesem komischen Ort, der so kalt un ungeheuerlich ist. Will zurück zu James, will seine Nähe endlich wieder spüren.

Dieser Ort sieht zwar aus wie das Haus, in dem ich schon so oft war, doch fühlt er sich nicht so an. Er ist dunkler und gleichzeitig scheint er nur ein Abbild von jener Welt zu sein, der ich entrissen wurde, denn als ich geschrien habe, als ich wirklich nicht mehr hier sein sollte, war ich plötzlich wieder dort. Ich war bei James und den anderen, ich konnte sie sehen. Wenn auch nur für einen kurzen Moment, denn ich konnte den Schrei nicht beenden und war plötzlich wieder hier. Doch ich muss es wieder versuchen. Ich muss einfach zurück!

Ich nehme alle Kraft zusammen, setze alle Luft in meine Lungen und balle meine Fäuste, als ich erneut zu einem Schrei ansetze.

Mit voller Kraft brülle ich los, schließe dabei meine Augen und als ich sie wieder öffne, geht alles ganz schnell.

»Bring sie um! «, brüllt Linus einem Mann in einem langen schwarzen Mantel voller Inbrunst zu, während er mich im Arm hält und mit mir neben der Treppe kauert. Ich kann nicht fassen, was sie mich hier bietet: Plötzlich wird die mir mittlerweile vertraute Welt wieder farbenfroh, scheint sich zu wandeln und plötzlich erscheinen Personen vor mir, die ich noch nie gesehen habe: Vor einem Mann in einem langen Mantel steht eine Frau, sie halten sich gegenseitig eine Schusswaffe an die Stirn und warten augenscheinlich nur darauf, wer der Schnellere am Abzug ist. Die Frau hat lange schwarze Haare, trägt ebenfalls einen Mantel, doch ist ihr Kragen mit Tierfell bestückt.

Vorsichtig sehe ich mich um, das blanke Chaos reagiert hier plötzlich. Die Splitter der zerschossenen Fenster liegen überall auf dem Boden verstreut, Linus scheint auch schon einiges abbekommen zu haben, sein Gesicht ist mit Schnitten übersät.

Als Linus plötzlich merkt, dass meine Augen geöffnet sind, sieht er mir in die Augen.

»Hannah? «, fragt er panisch.

Die Panik überfällt mich ebenfalls. Was ist hier nur los?

»Hannah du musst deinen Schrei einsetzen! «, flüstert er mir zu und packt mich dabei an den Schulter.

»Was? Ich? «, frage ich verwirrt und halte mir meine Ohren zu. In dem Moment springt die Frau los, überwältigt den Mann mit dem Griff ihrer Waffe und schlägt ihn K.O.

Kurz noch kostet sie ihren Triumph aus, ist sichtlich von ihrem Angriff überzeugt, ehe sie sich langsam zu uns umdreht.

»Setz sie ausser Gefächt Hannah du kannst es! «, brüllt er mir erneut zu, doch mein Körper gehorscht mir plötzlich nicht mehr.

»Hannah! « brüllt er, weil ich mich nicht bewegen. Sofort steigen die Tränen in mir hoch, drohen mich zu lähmen, während die Frau langsam auf uns zu kommt. Schnell zieht sie ihre Waffe, kommt mir damit entgenen und zeigt mit dem Lauf auf mich.

»Sie wird uns töten! «

»Sie wird uns töten «, wiederhole ich murmelnd und erkenne plötzlich, dass er das ernst meint.

Schnell kommt sie näher, erreicht uns gleich. Ich setze einen Fuß auf, raffe mich auf, während sie mich hämisch angrinst.

»Meine kleine «, sagt sie arrogant, »Wir haben uns noch gar nicht kennen gelernt. Wer bist du denn? «

»Sie ist der Feind, sie muss sterben… «, murmele ich geistesabwesend und balle erneut meine Fäuste.

Verdutzt sieht sie mich an. »Ich bin der Feind Schätzchen, aber ich werde heute nicht sterben. Es tut mir leid aber du wirst heute sterben.«

Sofort nimmt sie ihren Arm hoch, legt ihre Waffe an meine Schläfe.

»Bye bye Beauty «, flüstert sie und legt ihren Finger auf den Abzug.

»Hannah … «, keucht Linus schmerzerfüllt und versucht zu mir zu gelangen.

»Na, na L. Ist sie wichtig für dich? Fickst du jetzt die hier statt Ally? Hat sie es endlich erkannt woher du kommst? Dass du nicht der L bist, der du vorgibst zu sein?«

»Sie wird es niemals erfahren «, flüstert L entschlossen und zieht ein Messer, dass er ihr direkt entgegen wirft, doch sie ist so schnell, dass sie ihm ausweicht. Stattdessen hält sie jetzt ihm die Waffe entgegen und drückt plötzlich den Abzug.

Als die Kugel auf ihn zufliegt, kommt es mir plötzlich vor, als könne ich ihr dabei zusehen. Die Zeit scheint plötzlich langsamer zu laufen, doch droht die Kugel ihn dennoch bald zu erreichen.

Plötzlich durchfährt mich ein Gefühl, nein, ein Drang. Der Drang zu schreien.

Also tue ich es. Ich hole tief Luft und brülle einfach los.

Erst trifft mein Schrei die Kugel, lässt sie anhalten und schleudert sie dann plötzlich zu der Frau zurück, die vor Schmerzen bereits zu Boden geht. Krampfhaft versucht sie sich ihre Ohren zuzuhalten, doch wird sie trotzdem ohnmächtig. Das Glas, welches auf dem Boden lag fliegt klirrend von ihre weg, einige Splitter treffen sie jedoch noch, bevor sie zu Boden geht.

Ende Kapitel 29

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