Blood Hunter Band 2 – Kapitel 28

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Anna…

Wir fahren bereits eine Weile, doch ausmachen, wo wir hin fahren kann ich immer noch nicht. Wir haben erst die Stadt verlassen, um auf den Highway zu gelangen und befahren diesen jetzt schon seit einer längeren Zeit. Da ich keine Uhr anhabe, weiß ich nicht genau wie lange aber wenn ich schätzen müsste, würde ich auf eine halbe Stunde tippen.

Immer wieder sehe ich aufgeregt aus dem Fenster, suche etwas, das ich ausmachen kann, um einen Ort oder gar eine Richtung zu erkennen, doch der Highway ist dafür natürlich nicht der richtige Ort. Also beschließe ich zu warten, bis wir ihn wieder verlassen haben, um dann auf dem nächsten Straßenschild zu sehen, wo wir sind.

Charles und die zwei bewaffneten anderen Kerle folgen uns in ihrem Auto.

Ich lasse das Aufeinander treffen noch einmal Revue passieren und denke darüber nach, wieso der Trupp nicht selbst zu den Waffen gegriffen hat, als sie sich uns näherten. Klar, L hatte gewusst, dass wir Besuch bekommen, doch ist das für sie ein eher untypisches verhalten. Seit ich sie kenne, sind sie stets darauf bedacht einen Plan B zu haben, sich abzusichern, falls etwas schief geht. Doch diesmal dachten sie nicht mal darüber nach, zu einer Waffe zu greifen, obwohl die anderen beiden Vampire offensichtlich bewaffnet waren.

Dass dieser schmierige Typ mir offenbarte, dass er schon so viel von mir gehört hat, lässt mich weiter nachdenklich werden. Was genau hat er gehört? Weiß er, dass ich mal ein Mensch war? Weiß er, was ich getan habe? Was wir alle getan habe? Weiß er, dass Will und ich eine… ja was? Eine Affäre haben?

Kurz schüttel ich mich und seufze.

Sind wir überhaupt noch zusammen? Und wenn ja, wird er mir vergeben? Will er mich jetzt nicht mehr heiraten?

All diese offenen Fragen drohen mich noch in den Wahnsinn zu treiben, weshalb ich den Kopf in meine Nackenstütze presse und die Augen feste zudrücke.

Seitdem wir los gefahren sind, hat keiner mehr ein Wort gesagt. Ally sitzt hinter mir, spielt mit ihrer Uhr und Tor sieht bedrückt aus dem Fenster. Will sieht stur nach vorne, ich kann seinen Zorn förmlich riechen, also sehe ich ihn nicht an. Doch sein Fahrstil spricht Bände.

Ally beugt sich zwischen die Sitze zu mir nach vorn. »Ist alles ok?«

Ich atme einmal schwer aus. »Ja, alles bestens «, lüge ich und versuche betont ironisch zu klingen. »Wenn du mir endlich mal sagen würdest, wo wir hin fahren.«

Sie grinst frech. »Es sollte eigentlich eine Überraschung sein aber es ist so aufregend für uns alle und …«, sie lugt nach vorne in den Rückspiegel und als sie sicher ist, dass Will uns nicht ansieht, spricht sie weiter.

»Will hat Charles vor einiger Zeit damit beauftragt eine Villa umzubauen.«

Sofort öffne ich meine Augen und drehe mich zu ihr um. »Was? «, frage ich intensiver als geplant und kann selbst kaum glauben, dass diese Nachricht mich mit Glück erfüllt.

Nach einem erneuten Blick zu Will spricht sie weiter. »Ich hab gehört ihr beide habt natürlich wieder ein extra Apartment, etwas abgeschirmt vom restlichen Volk. Will ist nun mal der König, das ist ja klar, aber… «

Als sie meinen betrübten Blick sieht, wechselt sie schnell das Thema. »Also wenn du willst, dann kannst du mit mir die Villa besichtigen «, bietet sie mir aufgeregt an.

»Vielleicht muss ich bald sogar bei dir wohnen «, scherze ich beklommen und lasse meine Schultern sinken.

Betrübt sehe ich durch das Fenster grade aus, als Will plötzlich seinen Blick von mir löst. Schnell drehe ich meinen Kopf, sehe in den Rückspiegel, doch es scheint, er starrt immer noch gerade aus. Für einen kurzen Moment hat er mich angesehen.

»Jetzt mach dir keinen Kopf ok? Wir bekommen das schon wieder hin «, versichert sie mir und lehnt sich wieder zurück.

Bis wir tatsächlich wieder vom Highway abfahren, ist immer noch alles ruhig geblieben.

Will hat weiterhin kein Wort gesagt, Tor denkt immer noch nach, das kann man ihm deutlich ansehen und Ally sieht aufgeregt aus dem Fenster.

So aufgedreht kenne ich sie gar nicht, doch es freut mich, dass sie wieder ganz die alte scheint. Ich will mich eigentlich überhaupt nicht an die Zeit des Streites und des Hasses zurück denken, doch es passiert mir plötzlich.

Ich sehe ihren gefährlichen, wütenden Gesichtsausdruck vor meinen Augen, wie sie mir sagt, dass sie mich hasst. Und wie es mich innerlich völlig zerstört.

Schnell schließe ich die Augen und versuche die Gedanken weg zu schieben.

Es dauert nur einen kurzen Moment, da sehe ich wieder klar.

Als ich meine Augen öffne, sind wir bereits vom Highway abgefahren und haben augenscheinlich bereits das Ortsschild verpasst, denn bis wir das Auto auf einer riesigen Wiese parken, folgt keines mehr.

»Oh nein «, seufze ich, als mir klar wird, dass ich es verpasst habe.

»Sind wir da? «, fragt Ally aufgeregt.

Anstatt ihr eine Antwort zu geben, steigt Will wortlos aus dem Auto und schlägt die Tür zu.

Mit einem kräftigen Ruck schiebe ich ebenfalls die Schiebetür auf, ehe sie auch schon heraus springt und Tor ihr folgt. Auch Charles und die beiden anderen Männer steigen aus und gesellen sich zu ihnen.

»Das ist es? «, fragt Will, während er auf sie zu geht.

Charles bleibt stehen. »Das ist es «, bestätigt er knapp, doch ich sehe bisher nur den Wald drum herum.

»Wollen wir rein gehen? «

Will nickt und folgt ihm dann. Ally und die andren tun es ihm gleich.

Schnell steige ich aus und beschließe, mich erst einmal in der Gegend um zusehen.

»Wald? Check «, fährt es mir durch den Kopf, als ich unwillkürlich anfangen muss zu lächeln.

Sicherlich hat auch die neue Villa bereits die alten Vorsichtsmaßnahmen. Sie ist für Außenstehende dank L’s neuster Technik nichts zu sehen. Doch warum sind Charles und die anderen beiden dann hier?

»Charles «, murmele ich geistesabwesend und lasse mir den Namen immer wieder auf der Zunge zergehen. »Der Name sagt mir irgendwas. «

Ich beschließe mich den anderen anzuschließen, um nichts zu verpassen. Schnell schiebe ich die Tür des Vans wieder zu und hole Ally dann ein, die bereits völlig aus dem Häuschen ist.

Etwa fünfzig Meter am Ende des Waldes und vor einem Abhang bleiben Charles und die anderen dann endlich stehen.

Dieser dreht sich zu uns um und lächeln verführerisch.

Überschwänglich hebt er die Arme. »Seid ihr bereit sie endlich zu sehen? Wir werden uns hier sehr wohl fühlen. Ich verspreche es! «

Will dreht sich nicht um, er starrt mit verschränkten Armen vor sich.

Ally wirft mir einen ungeduldigen Blick zu und ich nicke ihr dann ebenfalls erwartungsvoll zu.

Langsam dreht er sich um, holt etwas aus seiner Hosentasche, dass wie eine kleine Fernbedienung aussieht und hebt sie dann demonstrativ in die Höhe, ehe er endlich auf den Knopf drückt.

Ein kleines Raunen geht durch unsere kleine Gruppe, als sie sich schließlich in ihrer vollen Pracht zeigt.

Da ist sie: da ist unser neues Zuhause. Die Villa.

Sofort versetzt es mich in Ekstase, Ally greift nach meiner Hand, während sie weiter gerade ausstarrt und vor Freude anfängt zu quieken. Mir fällt es ebenfalls schwer ruhig zu bleiben, als ich ihre Schönheit erblicke. Noch nie habe ich so ein schönes Gebäude gesehen.

Die Villa besteht aus augenscheinlich drei Etagen. Die unterste ist riesig, so viel ist von hier aus zu erkennen, sie umgibt viele größere Fenster. Die hinteren Fenster wirken älter, sie wurden wohl nicht erneuert wie einige andere, was die Villa sympatisch macht, ja fast gemütlich. Sie wirkt fast wie eine Burg, hat sie doch ein ähnlich aussehendes Dach. Die Kacheln sind schwarz, was einen großen Kontrast zum Rest des Baus aufwirft, da das Gemäuer in weiß erhalten wurde.

Das zweite Stockwerk ist von hier aus nur sehr schwer zu erkenne, weil es keine große Fensterfront hat, nein es scheint, als wäre der ganze vordere Bereich ein riesiger Balkon. Sofort male ich mir aus dort morgens zu stehen und von dort aus über die ganze Landschaft zu blicken, während ein kleiner Windhauch über meinen Körper weht und mir dabei eine angenehme Gänsehaut verpasst.

Auf diesen gelangt man durch zwei große Flügeltüren, die man zur Seite aufschieben kann. Ganz im alten Stile ragen vom Dach des Balkons viele kleine Säulen bis hinunter zum untersten Stock hinab. Es wirkt einfach nur einladend. An der westlichen Seite des Gebäudes, ragt ein kleiner Erker hervor, was mich sofort wieder zum träumen anregt. Ich hoffe, dass dieser Stock frei zugänglich wird und nicht dem König versprochen ist, denn so etwas wünsche ich mir schon seid meinen frühsten Kindheitstagen.

Direkt darüber befinden sich ebenfalls noch weitere Fenster. Ich bin gespannt, was es dort noch alles zu sehen gibt.

Ally greift jetzt noch fester meine Hand. »Oh mein Gott « Sie presst jedes Wort einzeln durch die Zähne und springt in die Luft. Sie kann ihren Blick gar nicht mehr abwenden. Ich lasse mich von ihr anstecken, kann mich ebenfalls nicht zurück halten und springe mit ihr aufgeregt auf und ab.

»Lass uns rein gehen! «

Kaum habe ich die Worte ausgesprochen, setzten wir uns auch schon wieder in Bewegung.

Will geht entschlossen voran, er scheint ähnlich begeistert, doch zeigt er das wie immer nicht.

Langsam steigen wir von rechts eine kleine Steintreppe hinauf, die über einen Hang hinauf führt, der mit Blumen bestückt wurde, um den Weg ansehnlicher zu machen.

Während wir hinaufsteigen, lasse ich meinen Blick über die Gegend schweifen, die trotz des regnerischen Wetters unbeschreiblich schön ist.

Oben angekommen, drehe ich mich langsam um. »Wow! «

Ally zieht mich plötzlich am Arm zu sich. »Lass uns weiter gehen! «, sagt sie aufgeregt und ich folge ihr.

Will, Tor und die anderen sind bereits durch die große goldenen Eingangstür hinein geschritten und warten dort in einem Foyer auf uns.

Als auch wir endlich da sind, drückt Charles die beiden Griffe in der Mitte der Schwingtüren herunter und verpasst ihnen dann einen kleinen Schups, sodass sie langsam aufschwingen.

»Herein spaziert! «, sagt er mit einem Lächeln auf dem Gesicht. »Anna, ich möchte dir etwas ganz besonderes zeigen. «

»Mir?«

Er nickt und reicht mir seine Hand. Will scheint dies nicht zu interessieren, er setzt sich ohne auf uns zu warten in Bewegung, um die Villa zu erkunden.

Zögernd strecke ich Charles meine Hand entgegen. »Ok dann…lasst mal sehen. «

»Schließe die Augen! «

»Wo…wozu? «

»Ist schon ok Anna. Er wird dich nicht entführen. Er gehört zu uns «, versichert Ally mir mit einem Augenzwinkern und tritt dann ebenfalls ein. »Ich komme nach. «

Tor setzt sich ebenfalls in Bewegung. »Ich sehe nach Will. Wir kommen nach.«

Ich tue was Charles sagte. Er nimmt meine Hand und zieht dann mit der anderen ein kleines Stofftuch aus der Tasche seines Sakos und bindet sie mir um die Augen.

Ganz geheuer ist mir das nicht, dennoch will ich sehen, was er mir zeigen will.

Aufgeregt atme ich noch einmal ein und aus, bevor Charles mir dann meine Sicht nimmt.

»Keine Angst «, flüstert er in mein Ohr und packt mich an den Schultern.

Ich kann meine Aufregung jetzt nicht mehr verstecken, also greife ich nach seiner Hand. »Ich bin so aufgeregt. «

Sanft zieht er mich voran. »Diese Aufgabe gebührt eigentlich dem König, doch dieser hat es mir auferlegt, also werde ich es so spannend wie möglich machen. «

Vorsichtig machen wir viele kleine Schritte vorwärts, als er mich dann etwas nach links zieht.

»Vorsicht! Jetzt folgen ein paar Stufen «, erklärt er mir. Ich folge seinem Rat, setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Die Treppe scheint lang, ist sie doch nach links gebogen.

»Die letzte Stufe. «

»Danke «, flüstere ich und setze oben angekommen wieder beide Füße nebeneinander, ehe es weiter geht. Nach rechts.

Nach ein paar weiteren unendlich scheinenden Schritten bleiben wir dann stehen.

»Wir sind da «, flüstert Charles ebenfalls aufgeregt, ich kann es in seiner Tonlage hören. Es scheint ihm wichtig zu sein, was ich denke, also öffnet er eine Tür. Sofort überfällt mich die wahnsinnig überwältigende Hitze eines Brennenden Kamines. Die, die bis in dein tiefstes inneres reicht und dich vollends einnimmt.

Sofort fängt mein Herz an schneller zu schlagen, doch er schiebt mich weiter in den Raum hinein und gibt mir zu verstehen, die Augenbinde noch nicht abzunehmen.

Er steht ganz nah hinter mir und legt seine Hände auf meine, was mich zittern lässt.

»Bevor ich sie dir abnehme: Der König hat angeordnet nur das Beste für euch zu verarbeiten. Das gilt für den Boden aber auch für das Holz, das verarbeitet wurde. Ich hoffe, ich habe euren Geschmack getroffen, denn der König war sehr konkret und ließ mir keinen Spielraum. «

Will hat das für mich machen lassen? Habe ich etwa mein eigenes Reich? Bedeutet das, dass wir ab jetzt getrennte Wege gehen?

So viele Fragen schießen mir plötzlich durch den Kopf, lassen mich meine Aufregung vergessen und ersetzen sie durch Unwohl. Mein ganzer Körper kribbelt.

»Ich… Ich … «, stammele ich bin mir plötzlich nicht mehr sicher, ob ich das hier wirklich sehen will.

Mit einem Ruck löst Charles plötzlich die Binde von meinen Augen und ich kann nichts weiter tun, als meine Augen weit aufzureißen. Schnell dringt Licht in meine Augen, doch sie brauchen einen Moment, ehe sie sich an das gedämpfte Licht gewöhnt haben.

Jetzt bin ich mir sicher, dass ich all das hier sehen will, denn es ist atemberaubend.

Überwältigt mache ich einen Schritt nach vorne, schlucke lediglich, denn das Sprechen ist mit nicht möglich.

Fassungslos lege ich eine Hand auf meinen Mund, kann nicht glauben, wie wunderschön dieser große Raum wirkt. Ich sehe mich um, weiß nicht, wo ich als erstes hinsehen soll. Erst sehe ich nach vorne, zu der kleinen edlen Küche, die einen kleinen Platz zum Sitzen bietet, eine Art Theke. Ich luge auch nicht nach rechts, wo mich schon eine offene Tür erwarte und ich bereits ein Bett aus edlem Holz erkennen kann. Nein, mein Blick fällt schließlich nach Links.
Der große Helle Raum, der ringsum mit hellbraunem Holz vertäfelt wurde, ist auf zwei Ebenen aufgeteilt und in der Mitte mit einem weißen Geländer getrennt. Man kann alles überblicken, egal an welchem Ort des Raumes du dich befindest. Lediglich über die drei kleinen Stufen direkt neben mir gelangt man hinunter, in eine Art Wohnzimmer.

Langsam setze ich mich in Bewegung, steige die Stufen aus dunklem Marmor hinab und lasse meinen Blick über die Braune sehr gemütlich wirkende Couch schweifen. Davor steht ein kleiner Glastisch und darunter liegt ein weißer Teppich. Direkt an der Wand brennt der Kamin, der in sie eingesetzt wurde, darüber hängt ein großer Bildschirm. Erst jetzt erkenne ich die Türen direkt daneben wieder. Die Türen, die ich von außen bereits gesehen hatte. Der riesige Balkon, er gehört zu diesem Apartment.

»Nein! «, flüstere ich überwältigt und renne sofort auf sie zu. »Der gehört mir? «

»Der gehört euch «, erklärt Charles, bevor er ebenfalls die Treppe hinab steigt.

Das lodernde Feuer beruhigt mich, lässt mich nicht sofort in Panik verfallen. Es hilft mir klar zu denken.

»Also wohnen wir hier gemeinsam? «, frage ich so beiläufig wie möglich.

»Heute werdet ihr hier allein nächtigen. Ich hörte ihr habt den König verärgert. «

In seiner Stimme klingt Vorwurf mit, weshalb ich mich schnell zu ihm umdrehe.

»Das geht dich nun mal überhaupt nichts an! «

Verlegen sieht er zu Boden. »Das stimmt. «

Mein Blick schweift wieder nach vorne über die Landschaft, die ich von hier aus wunderbar erkennen kann.

»Das ist unglaublich «, flüstere ich, doch als meine Augen schließlich weiter nach rechts wandern, traue ich ihnen nicht.

Schnell drehe ich mich um. »Nein! «, brülle ich erneut.

Der Erker, er gehört tatsächlich zu diesem Apartment. Meine Füße tragen mich sofort nach vorn.

Der Regen prasselt auf seine Scheiben, was ihm zusätzlichen Charme verspricht. Direkt vor dem Fenster wurde eine gemütliche Bank platziert, die mit süßen Kissen bestückt wurde. Ein perfekter Ort zum Lesen.

»Ich hoffe, das ist nach deinem Geschmack. «

»Nach meinem Geschmack? «, frage ich, »das ist mehr als das! Das ist … unglaublich! «

»Willst du dann hier halten oder sollen wir weiter machen? «

»Definitiv weiter! «

»Dann sieh, was Dort auf dem kleinen Kissen liegt! «

Argwöhnisch drehe ich mich um, als ich das kleine Päckchen erkenne. Es liegt zwischen ein paar Kissen, ich sollte es wohl nicht sofort entdecken.

»Was ist das? «, frage ich, während ich danach greife. Die kleine schwere Box ist viereckig. Sie ziert schwarz weiße Streifen und auf der Oberseite befindet sich eine kleine Schleife.

»Sieh hinein! «

Langsam hebe ich den Deckel an, er lässt sich ganz leicht lösen, als ich den kleinen Zettel erkenne, der oben auf liegt.

Langsam ziehe ich ihn heraus, erkenne sofort, dass das Wills Handschrift ist und traue mich nicht auch nur ein Wort von seinen Zeilen zu lesen.

Kurz schließe ich die Augen, atme tief durch und lausche dem knistern des lodernden Feuers, als ich plötzlich doch die ersten Worte lese. Ich kann mich nicht mehr stoppen, bin nicht mehr Herr meiner Sinne.

Schnell nehme ich die Worte in mich auf, verschlinge sie regelrecht und breche fast vor neugier in zwei, doch als ich fertig bin, wage ich es kaum noch aufzusehen. In der Box befindet sich eine Uhr, so wie der Trupp sie hat.

Fassungslos stehe ich da, kann meine Tränen nicht zurück halten und würde am liebsten Schreien. Immer und immer wieder lese ich die Worte und drohe schließlich… daran zu zerbrechen.

„Meine liebste Anna,

du hast mich heute zum glücklichsten Vampir dieses Planeten gemacht, in dem du mir die Ehre erwiesen hast, Zu meinem Antrag Ja zu sagen. Lange ist es mir schon klar, dass wir beide zusammen gehören, dass uns nichts trennen kann. Doch will ich dir mit meinem Geschenk die Möglichkeit geben, sollten wir Jemals wirklich getrennt sein, irgendwie doch immer in meiner Nähe zu sein. Immer (Immer!) werde ich die beschützen, würde mein Leben für dich geben, doch hoffe ich, dass das noch viele Jahre dauert, die ich mit dir verbringen kann. Du hast mir gezeigt, dass es Dinge im Leben gibt, für die es sich lohnt zu kämpfen.

Ich liebe dich Anna Jane Hunt.

Bald gehörst du mir.

William“

Ende Kapitel 28

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