Blood Hunter Kapitel 3o-Das Ende naht!

Ally…

 

Die Zeit, die Anna braucht, um ihr Blut zu regenerieren und Will, um ihr Blut zu verarbeiten, nutze ich, um mich zu schonen. Neben das Bett habe ich mich hingesetzt und bin down gegangen. Jede neue Bewegung oder jedes neue Geräusch, lässt mich zurückkehren. Immer wieder werfe ich einen Blick auf beide Körper, doch sie bewegen sich nicht. Wills Ausdruck ist gleichgeblieben. Er starrt mit weit aufgerissenen Augen an die Decke, Anna hingegen scheint es schlechter zu gehen. Er hatte sie fast komplett ausgesaugt, weil er so lange damit gewartet hatte, seinen Bluthaushalt zu füllen. Hätte ich ihm, so wie ich mir das vorgestellt hatte, vorher ein wenig Blut aus einem Blutbeutel geben können, hätte er sich mit Sicherheit zügeln können.

Ich kann ebenfalls das Geräusch, von auf Bäume einschlagende Bambusstöcke hören. Torell ist sauer und trainiert draußen im Wald. Das Geräusch ist unaufhörlich, was zeigt, wie sauer er ist. Das ist typisch für ihn, das hat er schon immer getan. Wenn er wütend oder sauer ist, dann trainiert er seine Emotionen einfach weg.

Als mich abermals ein keuchendes Geräusch erreicht, öffne ich schlagartig die Augen. Schnell springe ich auf und renne zu Anna. »Geht es dir gut, Maus? «, frage ich erleichtert und fahre ihr mit meiner Hand über die Stirn.

»Wie…Wie geht es Will? «, flüstert sie. Ihre Stimme ist belegt, ihre Kehle muss ganz trocken sein.

Ich schenke ihr ein kleines Lächeln. »Du hast ihn gerettet. «

Sie möchte sich aufsetzen, doch ich drücke sie runter. »Anna, nicht! Du musst dich ausruhen! Er hat dir viel Blut geraubt aber das bekommen wir schon hin! Er wird bald aufwachen. « Mir fällt es schwer, diesen Satz auszusprechen und sie anzulügen, doch da ich selber nicht weiß, was passieren wird ist das das einzige, was sie beruhigen wird.

Sie sieht mich hoffnungsvoll an. »Ok «, presst sie lediglich aus ihrer Kehle und lässt sich zurückfallen.

Mir fällt fast ein Stein vom Herzen, als sie mir glaubt. Schnell werfe ich einen Blick zu ihm herüber. Er sieht nicht gut aus, doch hat er an Farbe zugenommen. Sein Körper scheint nicht mehr so schwach wie vorher, doch man sieht, dass er mit dem Blut zu kämpfen hat. Immer wieder zuckt sein Körper kurz auf, ehe er sich wieder für eine Weile beruhigt.

»Wo ist Torell? «, fragt sie plötzlich und sie erwischt mich damit kalt. Schnell drehe ich mich wieder zu ihr um.

»Der ist draußen und…«, ich mache eine kurze Pause und schlucke schwer. »…trainiert. «

»Was? «, ihre Augen werden plötzlich größer und sie versucht sich abermals aufzusetzen. »Warum ist er sauer? «

Schnell setze ich mich neben sie. »Jetzt mach dir nicht so viele Sorgen, er sorgt sich nur um Will. «

Als die Tür plötzlich aufgeht, steht er im Türrahmen. »Du bist wach «, flüstert er und kommt auf uns zu.

»Ich sagte dir, ihr wird es wieder gut gehen «, sage ich schroff und stelle mich zwischen die zwei Betten.

Er schaut sie durchdringlich an, doch als er seinen Blick abwendet und zu Will sieht, wird er plötzlich düster.

»Was ist Torell? «, fragt Anna aufgeregt.

Er macht einen Schritt zu Will herüber. »Das Blut, es arbeitet «

Als dieser Plötzlich einen großen Atemzug macht, und sich aufsetzt, schrecken wir alle auf. Keuchend reißt er an seinen Fesseln, ehe er sie schließlich einfach durchreißt.

»Torell, halt ihn auf! «, brülle ich und versuche ihn fest zu halten, doch er schlägt meinen Arm plötzlich mit so einer Wucht zur Seite, dass ich durch den ganzen Raum fliege. Torell rennt auf ihn zu und versucht ihn herunter zu drücken, doch Will ist stärker. Auch ihn packt er sich rasch und wirft ihn durch den Raum. Schnell springt er auf und bleckt die Zähne. Ich raffe mich wieder auf, doch mein Arm schmerzt sehr. Ich erkenne ihn gar nicht mehr wieder. Sein Ausdruck, der gleich, den Anna hatte, als der Vampir in ihr, die Macht übernommen hat. »Will «, flüstere ich, ehe Torell erneut zum Sprung ansetzt, doch Will hat ihn bereits im Visier. Schnell geht er in Kampfstellung und macht sich auf seine Ankunft Breit.

Anna fängt plötzlich an zu schreien und sieht mich fassungslos an. Schnell versucht sie die Schläuche aus ihren Armen zu ziehen, doch ich halte sie auf. Mit einem Sprung bin ich bei ihr, ehe es plötzlich einen lauten Knall gibt. Torell ist mit Will durch das Fenster gebrochen. Rasch beuge ich mich über Anna, damit sie die Splitter des Glases nicht erreichen.

»Was ist mit ihm? «, brüllt sie, doch sie kann kaum sprechen. Schnell werfe ich einen Blick zurück. Nicht nur das Fenster ist durchgebrochen, nein sie haben fast die ganze Seite des Containers mit herausgerissen. Fassungslos stehe ich da und reibe mir die Schläfen. Völlig überrumpelt, von dem ganzen Spektakel, überlege ich, was jetzt als nächstes zu tun ist, doch ich kann Torell nicht alleine lassen, wer weiß, was Will ihm antut. Ich beschließe erst einmal Anna zu versorgen und renne hastig zurück. »Anna, du musst mir jetzt vertrauen! « Schnell geht die Tür auf und L schaut erschrocken auf die nicht mehr vorhandene Wand. Rasch springt er herunter, er hat sich bereits ein paar Waffen mitgebracht.

»L, nein!«, ruft Anna ihm noch hinterher, doch er ist bereits weg.

»Anna, wir wissen nicht, was dein Blut mit ihm macht «, sage ich keuchen, ehe ich sie aus dem Bett hieve. Schnell nehme ich die zwei Blutbeutel. »Trink sie so! «, sage ich rasch und reiße sie in der Mitte auf. » Beeil dich! «

Schnell nimmt sie die Beutel an und trinkt sie aus. Draußen sind plötzlich knarrende Bäume zu hören und mein Herz rast schlagartig schneller. Anna sieht mich mit einem ängstlichen Blick an. »Nein! Du hörst mir jetzt zu! Wenn wir ihn retten wollen, dann müssen wir jetzt zusammenhalten! Trink aus, wir halten ihn auf! «, brülle ich sie an und es scheint zu wirken. Ihr Blick wandelt sich in einen mutigen um und sie trinkt die Beutel schnell leer, ehe sie sie wegschmeißt. Rasch öffne ich die unteren Schränke des Schreibtisches und hole zwei kleine Glocks heraus. »Nimm eine! «, sage ich schnell und drücke sie ihr vor die Brust. Sie nimmt sie an sich und nickt mir zu. » Komm! «

Schnell springe ich an der Seite des kaputten Containers herunter und öffne meine Arme. »Ich fange dich. «

Ihre Kraft ist noch nicht wieder vollständig da, sodass sie sich verletzen würde, würde sie alleine herunterspringen.

Als plötzlich ein lauter animalischer Schrei zu hören ist, drehe ich mich hastig um. »Oh Gott, wir müssen uns beeilen! «, flüstere ich und drehe mich wieder um. »Ich springe «, kündigt sie an und tut es sofort. Schnell fange ich sie auf und stütze sie, ehe wir uns in Bewegung setzen.

 

 

Anna…

Mein Körper schmerzt, ihm fehlt das Blut, dass Will mir ausgesaugt hat. Vor meiner Brust halte ich meine Waffe, auf der anderen Seite stützt Ally mich auf dem Weg, weiter in den Wald. Als plötzlich in weiter Ferne, ein Baum umkippt, schrecke ich auf. »Das sind sie «, flüstert Ally, doch bleiben wir nicht stehen. Meine Kehle, ist so trocken, ich kann fast überhaupt nicht sprechen. Das Blut, dass Ally mir gegeben hat, war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Was habe ich nur getan? Ich wollte Will lediglich retten und nicht zu einer Bestie machen, doch ich habe mich in seinem Verhalten wiedererkannt.

Nicht nur seine Augen, nein auch die Körperhaltung. Der Ur-Vampir ist in ihm durchgekommen, genau wie bei mir. Man hat weder den Willen, noch die Kraft, etwas dagegen zu tun. Die Person, die einem am meisten Bedeutet, die willst du vernichten, da sie eine Gefahr für dich darstellt. Du willst sie am liebsten in Fetzen reißen, doch du überlegst, wie du es am besten anstellst. Du starrst sie an und überlegst dir, welcher, der befriedigendste Weg ist, es durch zu ziehen. Du möchtest, dass er leidet, doch der Spaß soll lange anhalten. Du willst mit deiner Beute spielen, denn danach ist sie tot und der Spaß ist vorbei. Dass alles passiert in deinem Kopf, doch du hast kein Mitspracherecht, deine Instinkte entscheiden. Es dauert nicht lange, ehe du eine Person ausgemacht hast, und der Spaß beginnt.

»Wie wollen wir ihn aufhalten? «, frage ich hastig und keuche bei jedem Schritt, weil es mich so anstrengt.

Als sie mir keine Antwort gibt, bleibe ich plötzlich stehen. »Ally? «

Sie versucht mich weiter zu ziehen, doch ich stemme mich mit meiner noch verbliebenden Kraft gegen sie.

Sie dreht sich genervt um. »ich habe keine Ahnung Anna! «, brüllt sie plötzlich außer sich. »Ich habe keine scheiß Ahnung! Ich wollte nicht, dass er stirbt aber ich will das hier auch nicht. Vielleicht stirbt er jetzt doch, weil ich ihn retten wollte, vielleicht nimmt er noch Jemanden mit in den Tot. « Sie lässt mich los und fährt sich mit ihren Händen durch die Haare. Ich kann ihre Aussichtslosigkeit in ihrem Gesicht sehen. »Nein! Du hast ihn nicht von deinem Blut trinken lassen, Ally. Das war meine Schuld. Es ist alles meine Schuld! Ihr habt nichts falsch gemacht. Das passiert alles nur wegen mir.«

Schnell packe ich sie an den Schultern. »Aber weißt du was? Wir schaffen das! Und zwar zusammen «, ich sehe ihr dabei entschlossen in die Augen.

Ihr Blick ist ungläubig, doch lässt sie ihre Arme sinken. »Du hast Recht! Wir müssen zusammenhalten, wir haben keine Zeit für Zweifel! «

»So ist es «, flüstere ich und mache einen Schritt nach vorn. Sie unterstütz mich erneut und wir setzen uns weiter in Bewegung.

Der nächste Baum kracht zu Boden und wir kommen immer näher. Als wir nah genug sind, zieht Ally mich hinter einem Baum und lugt durch einen weiteren hindurch. Auf der anderen Seite ist Torell zu sehen, er keucht gewaltig. Auf der gegenüberliegenden Seite steht Will, seine Klauen sind ausgefahren und auf Angriff gestellt.

»Was sollen wir tun, Ally? «, flüstere ich aufgeregt und schaue was als nächste passiert.

Will macht plötzlich einen kleinen Schritt nach vorne, doch Torell lässt sich nicht beeindrucken. Er bleckt lediglich leicht die Zähne und starrt ihn an. Sein Körper hat bereits einige Blessuren, doch Will hat auch bereits einige Schrammen am Arm und Oberkörper. Da er kein Oberteil mehr trägt, muss er es sich vom Körper gerissen haben.

Torell macht plötzlich einen Schritt zur Seite, doch lässt er ihn nicht aus den Augen. Will tut es ihm gleich und sie umkreisen sich stetig und blecken die Zähne. Keiner der Beiden, will wohl zuerst angreifen, denn sie können sich beide gegenseitig verletzen. Als Torell plötzlich einen Sprung nach vorne antäuscht, verschränkt Will plötzlich die Arme vor dem Gesicht, doch springt Torell nicht los. Er testet ihn anscheinend. Will schenkt ihm plötzlich ein durchtriebenes Lächeln, ehe er sich ebenfalls zu einem Sprung bereitmacht. Noch während er auf Torell zu stürmt, geht dieser in die Hocke und hält seine Klauen angriffsbereit neben sich. Als Will ihn erreicht, holt er mit seiner rechten aus, um ihn zu treffen, doch Torell duckt sich und kann ausweichen, doch Will trifft ihn schließlich mit seiner linken am Arm, wärend er sich abrollt.

Schmerzerfüllt, hält Torell sich den Arm, als er noch ein paar Meter zurück rutscht.

Will ist schnell wieder auf den Beinen und leckt sich mit der Zunge die Lippen.

»ja, du würdest mich gerne in Stücke reißen, was? Aber so leicht mache ich es dir nicht! «, brüllt er, ehe er wieder zum Sprung ansetzt. Mit seinen Klauen voran, springt er los, doch bevor er ihn erreicht, rollt er sich zur Seite und landet neben ihm. Schnell macht er eine Drehung um ihn herum und haut ihm seine Klauen in den Rücken. Schmerzerfüllt Schließt Torell dabei seine Augen.

Ein lauter animalischer Schrei durchfährt plötzlich den ganzen Wald. Vögel fliegen von den Bäumen. Durchtrieben von den Schmerzen, geht Will plötzlich zu Boden und Torell wendet sich von ihm ab. Er lässt den Kopf sinken und kommt auf uns zu. Schnell stehe ich auf und renne ebenfalls auf ihn zu. »Torell «, rufe ich erleichtert.

»Was macht ihr hier? «, fragt er schmerzerfüllt und geht plötzlich auf die Knie. Seine Hände sind voller Blut.

»Ist alles in Ordnung? «, fragt Ally aufgeregt, doch er antwortet nicht.

»Torell, wo hat er dich getroffen? «, fragt sie mit Nachdruck und geht ebenfalls auf die Knie.

»Es…ist nichts Ernstes, er hat mich nur am… «, er beendet den Satz nicht. Schnell drückt Ally seinen Kopf zur Seite. » Oh mein Gott, er hat dich an der Halsschlagader erwischt. «

»Was heißt das Ally? «, flüstere ich erschrocken und sehe Torell besorgt an.

»Kümmere dich erst mal um L «

Schnell spring sie auf. »Wo ist er? «, fragt sie bedrückt, doch Torell zeigt lediglich nach rechts.

»Drück auf die Wunde! «, befiehlt sie, ehe sie losrennt.

Er tut was sie sagt und lässt sich auf erschöpft auf den Boden fallen.

»Ist er jetzt… ist er… «, frage ich betrübt und sehe nach links.

Keuchend sieht er mich an. »Ich weiß es nicht «, flüstert er, ehe plötzlich von links ein Stöhnen zu hören ist.

Schlagartig drehe ich meinen Kopf. »Oh nein… oh nein…Torell, Will steht wieder auf «, brülle ich ängstlich und falle auf meine Hände.

Er erhebt sich schnell und sieht sich um. Als wäre nichts gewesen, steht er wieder auf und fixiert mich mit seinem Blick.

Mit langsamen Schritten kommt er auf mich zu und die Panik durchfährt mich. Torell versucht sich langsam hoch zu ziehen, um ihm noch etwas entgegen zu setzen, doch er schafft es nicht.

Er kommt immer näher, ängstlich schaue ich ihn an. »Will, du musst das nicht tun! Kämpfe dagegen an! «, brülle ich ihn an, doch er bleibt nicht stehen. »Bitte, Will. Ich bin es, Anna! « Ich sehe ihn eindringlich an und stehe dabei auf.

Wenn ich jetzt nichts tue, dann werden wir das alle nicht überleben. Ich habe das selbst durchgemacht und wenn ich Torell zwischen meine Finger bekommen hätte, dann hätte ich ihn ebenfalls getötet.

»Will, hör auf damit, du liebst sie «, keucht Torell mit letzter Kraft. Rasch stelle ich mich vor ihn und sehe Will durchdringlich an. »Sieh mich an, Will! Ich bin’s, Anna. Ich bin das Mädchen, dass du liebst. «

Sein Blick wird plötzlich durchtrieben. Er bleibt für einen Moment stehen, doch nur um sich jetzt auszumalen, wie es wäre mich zu töten. Ich kann die Lust in seinen Augen sehen, sie sagen „Tot“.

Mein Herz rast plötzlich und meine Atmung wird schneller. Ich überlege, was ich noch sagen kann, denn eigentlich weiß ich nichts aus seinem Leben. Ich kann ihn nicht mit seinem Leben konfrontieren, mit seinen Lieben, noch mit seiner Vergangenheit, ich weiß nichts über ihn. Er kommt immer näher und ich breite meine Arm aus. Ich denke gar nicht erst daran, auf ihn zu schießen, die Kugel würde ihn nicht treffen. Ich schlucke schwer, denn er hat mich gleich erreicht.   Langsam hebt er seinen Arm und fährt seine Klauen aus. Wieso kann ich mich nicht erinnern? Wieso nicht? Ich will nicht, dass all diese Leute, wegen mir sterben, das wäre einfach nicht fair.

»Will, bitte! «, keuche ich schließlich doch er hat seine Entscheidung bereits getroffen, er will mich töten.

Als er mich fast erreicht, kommen mir die Tränen. »Bevor du uns tötest, will ich dir noch was sagen «, flüstere ich und schluchze dabei. »Ich will dir sagen, dass es mir leidtut, dass es mir leidtut, was ich dir angetan habe. Dass Ich dich in diese Situation gebracht habe. Ich war egoistisch, ich hätte dich sterben lassen sollen, so wie du es wollest, doch ich wollte dich für mich. « Als er die Worte hört, bleibt er für einen Moment stehen und ich schaue ihn überrascht an. »Will? «, flüstere ich, doch sein Blick verwandelt sich plötzlich wieder in das, des Monsters. Ich mache einen Schritt zurück, schließe die Augen und warte auf den tödlichen Schlag, wärend ich mir die Angst von der Seele rede. »Es tut mir leid, Will. Ich wünschte, ich hätte dich gekannt. «

Die Sekunden, bis zur Seiner Ankunft, sind unerträglich. Als ich die Worte ausgesprochen habe, durchfährt mich plötzlich ein seltsames Gefühl. Es lässt mich kurz zittern, und ich habe keine Macht mehr, über meinen eigenen Körper. Wild schmeiße ich meinen Kopf in den Nacken und kann den Sternenhimmel sehen, als ich mich plötzlich wieder erinnere. Es ist alles schlagartig wieder da: Die Entführung, wie er mich gerettet hat, wie er mich hasste, dass ich ein Mensch bin, dass er mich im Wald gerettet hat. Dass wir uns verliebten und uns doch nicht aufraffen konnten, dem anderen zu sagen, was wir fühlen. Dass er mich viele weitere Male gerettet hat, dass wir zusammen lachten und auch weinten. Dass ich so sehr darunter litt, dass ich ihn verlassen muss. All diese Erinnerungen, sie durchfluten mich. Ich fühle mich frei, da ist nichts mehr, dass mich zurückhält. Ich bin wieder ich, Anna. Das kleine Vampir Mädchen, dass es bis hierhin geschafft hat, mit ihm an meiner Seite. Das Mädchen, dass mit ihm alles schaffen kann, sie muss es nur wollen und er kann ihr zeigen, wie es geht. Das Mädchen, dass es geschafft hat, den menschenhassenden Vampir Prinzen William Hunt zu ändern und für sich zu gewinnen.

 

Ich öffne meine Augen und gehe auf ihn zu. Ich habe plötzlich keine Angst mehr. Seine Klaue kommt näher, doch ich schiebe sie einfach zur Seite. Als ich ihn erreiche, springe ich an ihm hoch und umschließe seinen Kopf mit meinen Armen und seine Mitte mit meinen Beinen. »Will, ich liebe dich. Ich bin zurück! «, flüstere ich, ehe er plötzlich stehen bleibt.

Für ein paar Sekunden, ist alles still um uns herum, ehe plötzlich seine weiche, blessierte Stimme verwirrt ertönt. »Anna? «

 

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