Blood Hunter Kapitel 15-Darf ich bitten?

»Das ist nicht dein Ernst! « Langsam fahre ich mit meinen Fingern sanft über die weiche Seide meines Kleides. So etwas Schönes, habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Das Kleid besitzt Polster an den Schultern und Rüschen an den Ärmeln. Die schwarzen Rüschen, die von meiner Mitte aus bis zum Boden reichen, geben der perfekte Kontrast zu dem restlichen Kleid, das in einem satten Rot gehalten ist. Als Ally mir das Korsett, dass mir anscheinend meine Mitte abschnüren soll, zu bindet, bekomme ich nur noch schwer Luft.

»Das muss weh tun, sonst sitzt es nicht richtig «, sagt sie kichernd. Sie hat wohl Spaß daran, mich zu quälen.

»Ich kann nicht glauben, dass das nur dein Ersatzkleid ist «, staune ich aufgeregt und zupfe vorne an den Rüschen rum.

»Ich kann nicht glaube, dass wir das tun «, offenbart sie ebenfalls aufgeregt. Als ich sie ansehe, lache ich mit ihr, doch merke ich plötzlich, dass ich sie so gar nicht kenne: Aufgeregt. Bisher kam sie mir immer sehr gefasst und stets allwissend vor, diese, ist eine völlig andere Seite an ihr, die ich jetzt schon sehr vermissen werde.

Weil ich sie anstarre, sieht sich mich fragend an. »Was? «

»Nichts «, winke ich schnell ab und drehe mich zur Ablenkung langsam einmal vor dem Spiegel mit dem Kleid im Kreis.

»Ich habe da noch etwas für dich, damit du nicht auffällst «, sagt sie schnell, ehe sie zurück zum Schrank geht und eine kleine schwarze Box herausholt. »Wir sind noch lange nicht mit dir fertig «, sagt sie aufgeregt und zwinkert mir zu. Langsam lässt sie sich aufs Bett fallen und öffnet die Box. »Das hier… «, sie hebt ein kleines durchsichtiges Fläschchen hoch, »…wird es am Ende perfekt machen. «

»Was ist das Ally? « Vorsichtig gehe ich auf sie zu.

»Das sind Kontaktlinsen. Bis du deine Transformation durch hast, kannst du die hier tragen, dann fällst du nicht auf. «

Was hat sie gerade gesagt? Meine Transformation ist noch nicht abgeschlossen?

»Ally, was meinst du damit? «

Langsam senkt sie die Flasche wieder. »Also ich dachte, du merkst es vielleicht selbst aber es passiert so viel und ich will dich auch irgendwie nicht im Stich lassen und…«, stammelt sie. Sie redet um den heißen Brei herum.

»Ally jetzt sag mir endlich die Wahrheit, Mann! Es geht hier um mein Leben. « Wütend sehe ich sie an. Dieses elende Spiel, welches hier alle mit mir treiben, macht mich wahnsinnig. Ich will endlich wissen was los ist.

Überrascht sieht sie mich an. »Königliches Blut, kann den Fortschritt stoppen. Du bist immer noch infiziert und dein Körper will sich mit ziemlicher Sicherheit bald verwandeln aber, das wird schwer, wenn du nicht mehr bei uns bist. «

»Also, bin ich gar kein Mensch mehr, oder was? « Entsetzt sehe ich sie an. »Es hat niemand für möglich gehalten, mir das zu sagen? « Wie konnte ich das selbst nicht merken? Ich fühle mich nicht mehr wie früher, das steht fest aber, dass ich immer noch nur ein Mensch sein soll, kann ich nicht glauben. «

»Ganz ehrlich Anna? Will hatte sich vorgenommen, dir das schonend beizubringen aber irgendwie… «, sie sieht mich vorwurfsvoll an, »Hat er das wohl vergessen, zu erwähnen. «

Sie legt die Box zur Seite, verschränkt die Arme vor der Brust und sieht mich eindringlich an.

»Aha, und was willst du mir damit sagen? «, sage ich und verschränke ebenfalls die Arme vor der Brust.

»Ich weiß nicht, was daran unverständlich war, dich von ihm fernzuhalten. Es geht doch hier nicht alleine um dich Anna! « Die Härte, mit der sie diesen Satz ausspricht, lässt mich zittern.

»Wie bitte? «, frag Ich und trete sauer von einem Fuß auf den anderen. »Du hast recht Ally, Wir sollten das ganze hier komplett lassen. « Provokant ziehe ich jeden Schuh einzeln aus. Als ich versuche, hastig mein Kleid alleine aufzubekommen, springt sie plötzlich auf und hilft mir. »Klar, ich helfe dir gerne dabei «, sagt sie wütend und macht rasch alle Schleifen auf. Genervt lasse ich das Kleid an mir herunter gleiten und trete nach hinten.

 

Eine Weile sagt niemand etwas, wir sitzen beide nur regungslos und mit verschränkten Armen auf der Bettkante und starren nach vorn.

Wieso bin ich jetzt so wütend auf sie? Will hatte mich doch geküsst und gegen den Baum gedrückt, ich hatte versucht, mich von ihm fernzuhalten. Wieso ich jetzt wieder für alles den Sündenbock spielen soll, wird mir einfach nicht klar. Ist es nicht genug, dass ich ein Mensch bin, der wahrscheinlich bald keiner mehr ist und ganz alleine dasteht?

Als sie plötzlich aufsteht, sehe ich ihr nach. »Ich mach mich fertig, wenn du willst komm mit oder lass es. Ich habe sowieso keine Lust immer das Kindermädchen für dich zu spielen. «

Entsetzt starre ich sie an. »Dein ernst? «

Langsam schlüpft sie in ihr Kleid. »Entscheide dich einfach! «, sagt sie genervt und zieht sich ihre Maske an. Ihr Kleid, sieht genauso aus wie meins, doch ist ihr Kleid nicht rot, sondern blau. Sie hatte sich ihre türkisenen Haare schon, bevor sie mir meine Haare hochgesteckt hatte, mit einem Dutt nach oben gesteckt. Die schwarzen Federn der Maske stehen ein wenig zur Seite ab. »Aber, wenn du kommst vergiss bloß nicht die Kontaktlinsen! «

Ich bin so sauer auf sie, dass ich nichts sage. Bevor sie genervt den Raum verlässt, sieht sie mich noch einmal eindringlich an. Als die Tür zuknallt, schrecke ich kurz auf.

 

Hier sitze ich nun, in Unterwäsche, die mir nicht mal gehört und in einem Haus, in dem ich nicht bleiben darf. Ich stemme meine Arme auf meine Beine und sehe mich um, als mir ein ganz bestimmtes Buch im Regal, ins Auge fällt. Langsam gehe ich darauf zu und fahre mit dem Zeigefinger über den Einband.

„Twilight“ ist darauf zu lesen. Ich muss es mehrmals lesen, um zu begreifen, dass es das gleich Buch ist, dass ich früher zu meiner Schulzeit gelesen hatte. Wie ist sie denn darangekommen? Und wieso überhaupt, lesen Vampire, Bücher, in denen Vampire vorkommen? Ich kann mir das Lachen nicht verkneifen und schaue weiter, was hier noch so im Regal drinsteht. Vielleicht finde ich ja auch das Buch „Feuchtgebiete“, was mich wirklich erschrecken würde aber lustig wäre es allemal. Weiter oben im Regal stehen Bücher über Menschliche Körper und Krankheiten, nichts, was mir jetzt hier die Zeit bis zu meiner Abschiebung vertreiben würde. Als Plötzlich von draußen laute Opernmusik zu hören ist, laufe ich schnell zur Tür und drücke mein Ohr an das Holz. Wie gerne, würde ich dabei sein, doch möchte ich Will und Raven wirklich noch mal sehen?

Langsam gehe ich einen Schritt zurück und lege meine Hand auf den Tür Knauf. Ich lasse mir die ganze Sache noch einmal durch den Kopf gehen. Ich wäre in einem großen, vollen Saal mit Vampiren, die mich loswerden wollen. Dazu käme noch, dass ich Raven wiedersehen würde, doch auch Will.

»Will «, flüstere ich.

Wäre es wirklich schlau von mir, hier zu bleiben und das alles zu verpassen?

Aber was wäre die Alternative? Ich würde jetzt in dieses Kleid steigen, mir diese Kontaktlinsen einsetzen und vielleicht noch einmal richtig Spaß haben. Es würde mich niemand erkenne, vielleicht würden sie wirklich denken, ich bin eine von ihnen.

Vorsichtig werfe ich einen Blick in den Spiegel. Das Kleid, liegt unverändert am Boden. Langsam gehe ich ein paar Schritte auf es zu. Meine Haut kribbelt vor Aufregung, doch als es Plötzlich laut an der Tür klopft, zucke ich zusammen. Weil ich nicht weiß, ob ich mich verstecken soll oder „herein“ rufen soll, laufe ich wild vor dem Bett einmal hin und her. Ich entscheide mich für die erste Variante: Schnell ziehe ich die Decke an der Seite vom Bett hoch und rolle mich schnell darunter, in der Hoffnung, man sieht mich nicht. Nach einem weiteren Klopfen, geht die Tür langsam auf. »Hallo? «, sagt eine sehr vertraute Stimme. Als ich merke, dass es Will ist, weiß ich plötzlich nicht mehr, ob ich aus meinem Versteck herauskommen will. Wie gelähmt, starre ich seine schönen glänzenden Schuhe an. Als diese sich schlagartig von mir wegbewegen und die Tür zufällt, wird mir plötzlich bewusst, was ich verliere. Langsam rolle ich mich einmal zur Seite und starre dann die Decke an. Meine Arme und Beine breite ich dabei so weit aus, wie es geht. Ich atme einmal tief durch.

Wollte er zu mir oder wollte er zu Ally? Was kann er von mir schon gewollt haben?

Langsam drehe ich mich um und luge unter dem Bett hindurch auf mein Kleid. »Scheiß drauf! Ich zieh‘ das durch «, beschließe ich motiviert und stehe auf. Mit schnellen Schritten, gehe ich auf mein Kleid zu. Schnell Schlüpfe ich hinein. Meine Haare sind nun etwas zerzaust, sie liegen nicht mehr so fest im Dutt, wie vorher. Ein paar Strähnen hängen an den Seiten heraus. »Scheiße, wie bekomme ich das Kleid jetzt zu? «, flüstere ich, ehe ich langsam zum Bett gehe. Ich beschließe, erst mal zu sehen, wie die Kontaktlinsen aussehen. Vorsichtig öffne ich die Box, um sie herauszuholen, bevor mir plötzlich eine wunderschöne rote Maske ins Auge fällt. Kleine goldenen Verzierungen befinden sich auf dem Nasenrücken und den Augen. Rote Federn, an den Seiten machen sie perfekt. Aufgeregt fahre ich mit den Fingern über die Verzierungen. »Wow «, sage ich fasziniert, ehe ich sie aufs Bett lege. Schnell hole ich das durchsichtige Fläschchen heraus und drehe sie auf. Auf beiden Seiten steht ein „R“ für rechts und ein „L“ für links. Vorsichtig hole ich die linke Kontaktlinse heraus und lege sie mir auf den rechten Zeigefinger. Zögernd ziehe ich mit meinem linken Zeige- und Mittelfinger mein Augenlied hoch und drücke die Kontaktlinse auf mein Auge. Als ich das Auge schließen will, fällt sie mir plötzlich runter. »Scheiße «, fluche ich und versuche es nochmal.

Nach dem sechsten Versuch, klappt es dann endlich.

Als ich meine Lider öffne, sehe ich es im Spiegel. Mein Auge sieht aus, wie das eines Vampirs. Rot und unheimlich, es gefällt mir aber sehr. Nachdem ich die andere Kontaktlinse auch endlich drin habe, drehe ich mich schnell um und nehme meine Maske. Als ich schließlich vor dem Spiegel stehe, setze ich sie langsam auf.

Sie passt mir perfekt, nur mein Kleid ist hinten noch auf. »Hm, wie mache ich das jetzt? Vielleicht frage ich Jemanden, der mir über den Weg läuft. «

Als ich meine Schuhe angezogen habe und mir roten Lippenstift auf meine Lippen gemalt habe, werfe ich noch einmal einen letzten Blick in den Spiegel, bevor ich Allys Zimmer schließlich endgültig verlasse.

Langsam gehe ich den langen Flur entlang. Ein männlicher Tenor ist zu hören, anscheinend hat der Ball schon angefangen. Als ich das Ende des Flurs schließlich erreiche, trifft mich fast der Schlag: Der Raum hat sich völlig verändert. Alles ist hell erleuchtet und festlich geschmückt. Die Säulen im Raum, sind mit weißen Tüchern umhüllt. Der Saal ist voll mit Vampiren, die alle kostümiert sind. Die Männer tragen schwarze Anzüge, die Frauen tragen bunte Kleider. Diesen Maskenball kann man wohl wörtlich nehmen, denn ihre Vielfältigkeit ist nicht zu übertreffen.

 

Schnell drücke ich mich an den Leuten vorbei, um zu sehen, was unten geschieht.

Ich suche mir einen guten Platz und bin plötzlich ich völlig überwältigt. Der Tenor, singt ein klassisches Lied, ehe zwei Gruppen von Leuten sich langsam tanzend zur Musik die Treppe hinuntergleiten lassen. Was sie singen, verstehe ich nicht, doch bin ich völlig überwältigt von der Atmosphäre, die hier herrscht. Kalt und unheimlich ist vorbei, hier sind alle fröhlich und alle Augen sind auf die tanzenden gerichtet. Die Männer, benutzen die linke und die Frauen die rechte Treppe. Am Ende, treffen sie sich in der Mitte und die Männer nehmen ihre Frauen in Empfang, ehe sie wieder eine Schlange bilden und mitten im Raum stehen bleiben.

Als sie sich gegenüberstehen, verbeugen sie sich kurz und entfernen sich dann voneinander. Wärend die letzten Noten des Stückes gespielt werden, tobt der Saal bereits. Es wird laut applaudiert, ehe plötzlich das Licht ausgeht. Für einen Moment herrscht absolute Stille im Raum. Als ich plötzlich mit einem Ruck nach hinten gezogen werde, stockt mir der Atem, wärend ich mich hastig umdrehe. Gerade, als ich dem Angreifer in die Rippen schlagen will, sehe ich, dass es Ally ist. Überrascht sehe ich sie an. »Ist das dein ernst? «

»Ich wusste, dass du kommst. Komm! « Sie zieht mich einige Meter zurück an die Wand. »Ich mache dir das Kleid zu. «

»Danke «, flüstere ich, bevor ich die Luft anhalte.

»Du siehst übrigens toll aus «, flüstert sie.

Mit jedem Ruck, den sie mir versetzt, habe ich das Gefühl, immer weniger Luft zu bekommen. »Ist gut Ally, du brauchst es nicht bis oben hin zu machen! «

»Gerade das, Anna! Der Maskenball bedeutet uns viel. Wir müssen alle perfekt aussehen «, flüstert sie und schnürt das Korsett bis oben hin zu. Als sie fertig ist, stellen wir uns wieder an meinen alten Platz.

Ich zucke kurz zusammen, als die Musik erneut einsetzt. Der Tenor, zeigt abermals, dass er seines Platzes würdig ist, bevor im Saal mir gegenüber, plötzlich die braune Flügeltür aufgerissen wird. Tänzerinnen in schwarz-Weißen Kostümen und großen vogelartigen Masken betreten den Raum und liefern eine Show ab. Sie laufen an den wartenden Vampiren vorbei und tanzen um sie rum und einige sogar an.

»Wow «, sage ich fasziniert zu Ally, ehe diese mich durchtrieben ansieht.

»Komm wir gehen runter! «, sagt sie, bevor sie meinen Arm umschlingt und mich zu der großen Treppe zieht. Als wir vor der großen Treppe stehen, habe ich plötzlich Angst aufzufliegen. Ängstlich sehe ich sie an, doch in ihrem Gesicht ist die pure Freude zu sehen. Weil sie mich mit ihrer Laune so sehr ansteckt, sehe ich sie ebenfalls durtrieben an, ehe wir beide unsere Kleider vorne hochheben und Hand in Hand zum Takt der Musik die Treppe runter laufen.

Als wir unten ankommen, tanzen die Leute mit uns und klatschen zum Takt, doch als die Tänzer an uns vorbei tanzen, gehen wir ein Stück auf Seite. Die Musik treibt mich an. Ich lasse mich völlig gehen und sehe Ally dabei an, die wild die Arme in die Luft reißt und mittanzt. Eigentlich kann ich gar nicht tanzen, doch hier scheint es niemanden zu interessieren, wer es kann oder nicht. Wärend sich die Masse plötzlich in zweiteilt, sehe ich Ally verdutzt an. Die Musik treibt mich weiter an. Sollte das hier wirklich mein letzter Tag hier sein, würde ich es nicht bereuen.

»Du machst mir einfach alles nach ok? «, schreit sie mir entgegen und macht sich bereit.

Erst jetzt bemerke ich, dass wir Frauen auf der einen und die Männer auf der anderen Seite stehen.

Die Musik verstummt für einen Moment, ehe Plötzlich erneut die braune Tür aufgeht. Herein kommen vier Leibwachen mit Dolchen an den Hosen. Auch sie tragen Masken, doch sind ihre Kostüme Bunt.

Amüsiert sehe ich mich um, die Stimmung ist ausgelassen, alle sind gut drauf und in Feierlaune, bevor sich meine Welt plötzlich und schlagartig wieder verdunkelt: Mit offenem Mund stehe ich da. Ich kann nicht glauben, was ich sehe.

Es läuft mir kalt den Rücken runter, als ich es sehe: Will und seine Verlobte, er trägt sie über die Türschwelle, bevor er sie dann langsam absetzt. Er trägt eine goldene große Maske, die auf ihre abgestimmt ist. Sein Anzug ist dunkelblau und verdammt, er sieht darin heiß aus. Ich kann nicht aufhören, ihn anzustarren.

Raven, trägt ein kurzes Blaues Cocktailkleid. Sie hatte wohl keine Lust auf altmodische Sachen. Die Leute um mich rum, applaudieren plötzlich, als er sie abgesetzt hat. Sie macht eine kleine Drehung vor ihm, ehe sie ihm ihre Hand hinreicht. Ohne zu zögern, nimmt er sie an und führt sie vor sich her, zur großen Treppe.

Am liebsten, würde ich jetzt schreiend zusammenbrechen, doch diesen gefallen würde ich ihm niemals tun. Als sie die Treppe zusammen hoch stolzieren, kann ich ihm ansehen, dass irgendwas nicht stimmt. Er sieht nicht glücklich aus aber das bilde ich mir wahrscheinlich nur ein, weil ich will, dass es ihm in diesem Moment richtig schlecht geht. Wärend sie oben angekommen sind, lacht Raven nur blöd, als wäre sie hier die schönste im Raum. Als Ally mir plötzlich ihre Hand reicht, sehe ich sie traurig an. Mit ihrer Hand, wicht sie mir über die Wange und zeigt mir, nach vorne zu sehen.

 

Als die Musik abermals verstummt, bekommt Raven ein Mikrofon gereicht.

»Sehr geehrte anwesenden, ich möchte euch gerne sagen, dass ich überglücklich bin, euren Prinzen, William Hunt, bald zu meinem Gemahlen zu nehmen. « Als sie die Worte ausgesprochen hat, bekommt sie wohl nicht den Zuspruch, den sie sich erwartet hatte. Die Leute klatschen verhalten. Will nimmt ihr das Mikrofon weg, ehe sie sich wütend umsieht.

»Danke das ihr hier seid! «, ist alles was er sagt, ehe er in die Hocke geht. Als plötzlich alle wild applaudieren, bin ich gespannt, was als nächstes passiert.

»Tanzt Kreaturen der Nacht! Zeigt, was in euch steckt! «, brüllt er, ehe die Musik etwas poppiger plötzlich wiedereinsetzt. Ally lächelt mich aufgeregt an und geht in Position.

Die Musik geht los und genau zum Takt, kommen Die Männer langsam auf uns zu. Als die Frauen sich, plötzlich ebenfalls langsam das Kleid schwingend in Bewegung setzen, tue ich es ihnen gleich.

Von ganz hinten, kann ich plötzlich sehen, dass mich Jemand mit seinem Blick fixiert. Jeder der Männer sucht sich eine Tänzerin, ehe sie sich wild tanzend im Saal ausbreiten. Ich lasse mich von der Musik treiben, bevor der Mann mit der schwarzen halben Maske auf mich zu kommt und mir seine Hand reicht. Er führt mich in diesem Tanz und nach anfänglichem Zögern, habe ich die Schritte schnell drin.

Eine Weile tanzen wir ausgelassen zur Musik und ich vergesse, dass der Vampir, der mir im Moment am meisten bedeutet, mit seiner Verlobten oben auf einer Erhöhung steht und mich die ganze Zeit anstarrt. Ich fühle mich frei und habe wirklich Spaß, bevor der Mann mich dann plötzlich loslässt. »Ich hatte sehr viel Spaß Miss aber ich muss nun gehen. «

Als er sich dann plötzlich umdreht und geht, stehe ich alleine neben einer Säule. Müde lasse ich meinen Blick über die Maße schweifen, ehe mich plötzlich Jemand von hinten zu sich zieht.

»Bist du doch wieder da? «, frage ich ausgelassen, in der Annahme, er ist zurückgekehrt, doch als ich mich dann umdrehe, verstummt mein Lachen sofort.

»Was machst du hier? «, fragt er genervt und zieht mich am Arm hinter die Säule.

»Was machst du hier? «, frage ich ebenfalls genervt und sehe ihn gleichgültig an.

»Du solltest gar nicht hier sein. Wer hat dir das erlaubt? « Als er meinen Arm fester drückt, schlage ich mich los. »Um was nicht zu sehen? Hä? Weißt du Will, mir ist es scheiß egal, was du machst! Ab morgen bin ich eh weg, du kannst tun und lassen was du willst! « Verärgert drehe ich mich um, um zu gehen, bevor er mich dann doch zurückzieht und gegen die Säule drückt.

»Spielen wir das Spiel wieder? «, sagt er etwas zu gut gelaunt.

Schnell versuche ich mich von ihm zu lösen, doch er lässt mich nicht los. »Ich liebe es, wenn sie sich wehren «, sagt er arrogant und fährt mit seiner Hand über meinen Hals.

»Lass mich los du Arschloch! «, sage ich wütend und schaffe es, ihn von mir weg zu drücken.

Rasch mische ich mich unter die tanzenden, um ihm endlich zu entkommen.

Was denkt der Idiot sich eigentlich? Dass ich für ihn springe, wann auch immer er mich haben will? Das hat er falsch verstanden!

Ich lasse meinen Blick immer wieder über die Masse schweifen, um ihm nicht noch einmal über den Weg zu laufen, wärend ich Ally auf der anderen Seite tanzen sehe. Mit schnellen Schritte, gehe ich auf sie zu, bevor mich dann plötzlich abermals zwei Hände von der Seite erfassen. Mit der einen Hand hält er mir die Augen zu und mit der anderen den Mund, wärend ich abermals gegen eine Wand gedrückt werde.

»Meinst du, du kannst einfach so gehen? Wir waren noch nicht fertig, Anna «, haucht er mir ins Ohr und fährt mit seiner Hand über meinen Oberschenkel. Jetzt bin ich vollkommen verwirrt.

»Wird das hier die „die eine ficke ich und die andere heirate ich“-Nummer?«

Weil er nichts sagt, weiß ich, dass er darüber lächelt. Das kann doch nicht sein Ernst sein! Er kann doch diese Nummer hier nicht wirklich durchziehen wollen. »Will ich …«, keuche ich, ehe ich mich von ihm wegschiebe.

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